Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Der FCL beweist Köpfchen

Der FC Luzern gewinnt auswärts bei Neuchâtel Xamax glücklich mit 2:1. Möglich machen dies zwei Kopftore, obwohl Trainer René Weiler das Kopfballspiel als Schwäche ausgemacht hat. Nun muss er das Portemonnaie zücken.
Raphael Gutzwiller, Neuenburg
Mit Geduld am Werk: Ruben Vargas, Simon Grether, Otar Kakabadze und Christian Schneuwly (von links). (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Neuenburg, 28. Oktober 2018)

Mit Geduld am Werk: Ruben Vargas, Simon Grether, Otar Kakabadze und Christian Schneuwly (von links). (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Neuenburg, 28. Oktober 2018)

Nach Spielende waren die Luzerner Fussballer gut aufgelegt. Pascal Schürpf und Christian Schneuwly standen in den beheizten Katakomben des Stade de la Maladière und stellten sich der Journalistenschar, wirklich ernst bleiben konnten sie aber nicht immer. «Es ist natürlich Luxus, wenn man Christian Schneuwly von der Bank bringen kann», meinte Schürpf. Schneuwly, der gleich daneben ein Radiointerview gab, und mit halbem Ohr zuhörte, entgegnete: «Was erzählst du da wieder für Geschichten?» Eben hatten die beiden Routiniers den FC Luzern in Neuenburg zum 2:1-Sieg gebracht – dank zweier Kopftore.

Ausgerechnet Kopftore. Weil man zuletzt bei eigenen Standards sehr ungefährlich agierte, versprach Trainer René Weiler, dass er denjenigen Spieler zum Essen einlädt, der mit dem Kopf ein Tor erzielt. «Ich weiss jetzt auch nicht, was aus diesem Versprechen wird, weil wir gleich zwei Kopftore gemacht haben», sagte Pascal Schürpf. «Vielleicht gibt er uns nun einfach das Geld und Christian und ich können zusammen essen gehen.» Später sagte Weiler, darauf angesprochen: «Die Abmachung war ja eigentlich für Kopftore nach Standards gedacht. Von daher ist es nun Ansichtssache, aber sie werden wohl schon eingeladen», sagte er lächelnd.

Dem FCL-Offensivspiel fehlten oft die Ideen

Ja, der FC Luzern hatte nach dem Erfolg in Neuenburg Grund dazu, gut und locker drauf zu sein. Aber so, wie es Torhüter David Zibung nach dem Spiel zusammenfasste («unsere spielerisch beste Partie der Saison»), wirkte der Auftritt des FC Luzern in Neuenburg nicht. Die Luzerner hatten zwar vor allem in der ersten Halbzeit enorm viel Ballbesitz, damit anzufangen wussten sie aber nur selten etwas. Mal gab es ein Schüsschen aus dem Halbfeld in die Arme des Keepers (Juric, 19.), öfter aber Flanken von Aussenverteidiger Otar Kakabadze, die nur einmal gefährlich wurden, als Xamax mittels Rückgabe beinahe ein Eigentor passiert wäre (8.). Um in gute Schussposition zu kommen, fehlte beim FC Luzern oft der letzte Pass, meist sogar der Vorletzte. Immer wieder agierten die Innerschweizer mit hohen Bällen, Tomi Juric konnte jene zwar oft weiterleiten, doch auf den zweiten Ball waren oft nur Xamaxiens gegangen. Und total aus dem Nichts war Luzern sogar hinten. Raphaël Nuzzolo hatte für Charles Pickel aufgelegt, welcher den Ball ins Tor schlenzte.

Torhüter David Zibung lobte sein Team für die Reaktion, die nach dem Rückstand folgte: keine. «Wir wurden nicht nervös, sondern blieben geduldig. Wir haben weiter unser Spiel gemacht, im Wissen, dass wir ein Tor erzielen würden.» So kam es dann kurz vor der Pause durch das Kopftor von Pascal Schürpf. «Es war wiedermal Zeit, ein Tor zu schiessen», sagte der Basler, der zuletzt fünf Ligaspiele nicht getroffen hatte.

Nach dem Tee wurden die Xamaxiens deutlich stärker, Gaëtan Karlen vergab jedoch die einzige gefährliche Möglichkeit kläglich. Und so sollte Luzern, ebenso aus dem Nichts, wie Xamax das Führungstor erzielt hatte, zum Jubeln kommen. Ruben Vargas, der talentierte Flügelspieler, der lange nur wenig zustande brachte, flankte wunderbar auf Christian Schneuwly, der den Ball zum Sieg einköpfelte. «Heute morgen hat mein Sohn gesagt, dass Pascal und ich die Tore schiessen, er hat recht behalten», meinte Schneuwly.

Die Revanche ist geglückt

Und weil der FCL dank einem starken David Zibung im Tor den Sieg über die Zeit rettete, war man im Lager der Innerschweizer danach überzeugt, dass man verdient gewonnen hatte. «Vor allem, wenn man auch das Heimspiel gegen Xamax anschaut, das wir 0:2 verloren hatten, geht dieser Sieg hier auswärts sicher in Ordnung», fand René Weiler.

Der FC Luzern befand sich gestern also in Feierlaune, doch schon bald gilt es wieder ernst: Am Donnerstag trifft der FCL im Cup auf den FC Chiasso.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.