Der FC Wil verliert auch sein zweites Spiel im neuen Jahr

Mit einer enttäuschenden Leistung bezieht der FC Wil eine verdiente 1:2 Heimniederlage. Stade-Lausanne-Ouchy war über die gesamte Spieldauer hinweg die cleverere Mannschaft und zeigte sich vor dem Tor kaltschnäuzig.

Gianluca Lombardi
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Die Wiler konnten ihrem Gegner nur selten enteilen. (Bild: Gianluca Lombardi)

Die Wiler konnten ihrem Gegner nur selten enteilen. (Bild: Gianluca Lombardi)

Es war ein Abend zum Vergessen im Wiler Bergholz. Von Beginn weg wollte den Hausherren wenig bis gar nichts gelingen. Schnelle und mit Präzision gespielte Angriffe gab es, vor allem in der ersten Halbzeit, kaum zu sehen. Die Gäste aus der Westschweiz zeigten fussballerisch auch nicht wesentlich mehr, was aber wohl auch an der defensiven Grundausrichtung lag.

Zwar stand der FC Stade-Lausanne-Ouchy tief, doch das Umschaltspiel funktioniert immer wieder. Die beste Chance im ersten Durchgang hatten die Gäste. Prompt gingen Sie damit auch in Führung. Yanis Lahiouel wurde mit einem Steilpass mustergültig lanciert und liess Anthony Mossi im Wiler Tor keine Chance.

Für eine Antwort fehlte den Wilern vor der Pause die Zeit, aber vor allem auch die Durchschlagskraft. Kwadwo Duah wirkte im Sturmzentrum wie ein Fremdkörper. Man muss dem Berner aber zu Gute halten, dass er durchaus engagiert war, seine Bemühungen aber nichts Verwertbares mit sich brachten. Die Tatsache, dass dem zentralen Mittelfeld genau so wenig kam, machte seine Aufgabe nicht einfacher.

Wenig Kreativität

Auch nach der Pause konnten die Wiler ihr potential nie vollständig ausschöpfen und taten sich weiterhin schwer. Ging es dann doch mal schnell, war die Hintermannschaft der Westschweizer völlig überfordert. So auch beim Ausgleich durch Neuzugang Andrea Padula. Doch von diesen wirbligen Aktionen zeigte der FC Wil zu wenige.

Wils Kwadwo Duah tut sich in seiner neuen Rolle als Mittelstürmer noch schwer. (Bild: Gianluca Lombardi)

Wils Kwadwo Duah tut sich in seiner neuen Rolle als Mittelstürmer noch schwer. (Bild: Gianluca Lombardi)

Wie gewonnen, so zerronnen! Nur drei Minuten nach dem Ausgleich lagen die Gäste wieder in Führung. Nach einer Flanke von Links konnte Etienne Ndongo nahezug ungestört einnetzen. Bei seinem Kopfball gab es nur wenig Ostschweizer Gegenwehr. Es sollte dies auch das entscheidende Tor in dieser Partie gewesen sein.

Fehlende Disziplin

Die Wiler rannten zwar weiter an, zeigten dabei aber kaum Kreativität. Auch die hohe Quote an ungezwungenen Ballverlusten trug dazu bei, dass Lausanne-Ouchy nur selten in ernste Bedrängnis kam. Am Ende war der Aufsteiger der verdiente Sieger dieser Partie. Mit zwei 1:2 Niederlagen ist für den FC Wil der Start in das neue Jahr völlig misslungen.

Wils Verteidiger Joel Schmied zeigte sich nach dem Spiel kritisch: «Disziplin ist ein grosses Thema, dass wir ansprechen müssen.» Der Innenverteidiger meinte damit die fehlende Zuordnung und Konzentration bei der erneuten Gästeführung. Damit scheint Schmied nicht ganz unrecht zu haben, denn wie schon gegen Vaduz waren es auch heute Gegentore, die in ihrer Art und Weise durchaus zu verhindern gewesen wären.

Telegramm:

FC Wil 1900 – FC Stade-Lausanne-Ouchy 1:2 (0:1)

Bergholz, Wil: 590 Zuschauer. – Sr: Mirel Turkes.

Tore: 41. Lahiouel 0:1, 58. Padula 1:1, 60. Ndongo 1:2.

FC Wil 1900: Mossi; Rohner, Kamberi, Schmied, Schmid; Abedini (54. Krasniqi); Brahimi (69. Silvio), Muntwiler, Fazliu, Padula (75. Bosic); Duah.

FC Stade-Lausanne-Ouchy: Barroca; Danner, Mfuyi, Le Pogam, Tavares; Laugeois, Gaillard (46. Amdouni); Ndongo (67. Delley), Gazzetta (72. Mutombo), Perrier; Lahiouel (84. Davland).

Bemerkungen: Wil ohne Traber (krank), Klein, Schäppi, Wörnhard (verletzt), Sejdija und Kostadinovic (beide nicht im Aufgebot). Lausanne-Ouchy ohne Manière, Parapar, Abdullah, Samandjeu, Eleouet (alle verletzt), Vukovic und Moreira (nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 35. Laugeois, 43. Lahiouel, 68. Tavares, 69. Brahimi, 73. Amdouni, 88. Rohner.