Fussball
Vor dem Auswärtsspiel in Neuenburg: Der FC Wil sucht seine Form

Nach der Corona-Zwangspause gastiert der FC Wil in der Challenge League am Sonntag bei Neuchâtel Xamax.

Gianluca Lombardi
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Sofian Bahloul am Ball im Testspiel gegen Luzern.

Sofian Bahloul am Ball im Testspiel gegen Luzern.

Bild: Martin Meienberger

Die Neuenburger sind deutlich besser gestartet als die Ostschweizer und sind am Samstag ab 14.15 Uhr Favorit. Versucht man aus den bisherigen Wiler Saisonleistungen einen Mittelwert zu ziehen, dürfte dieser eher mittelmässig sein. Doch eben dieses Mittelmass reicht nicht aus, um sportlich zu überleben. Ein Steigerungslauf wird darum nötig sein, um endlich auch Konstanz in die eigenen Auftritte zu bringen.

Die eingelegte Pause kam kaum gelegen. Nach einem positiven Covid-19 Fall wurde der FC Wil isoliert und musste die Partien gegen Kriens und Xamax verschieben. Der Vergleich mit den Westschweizern wurde nur um zwei Tage nach hinten verlegt. Die Vorbereitung auf diese Begegnung dürfte aber wohl trotzdem alles andere als optimal verlaufen sein.

Wichtige Offensivspieler fallen aus

Wer den zielstrebigen Wiler Cheftrainer Alex Frei kennt, weiss, dass dieser nicht lamentieren wird. Er wird unabhängig der Vorgeschichten eine tadellose Leistung seiner Mannschaft fordern. Eine solche wird gegen das Spitzenteam Xamax nötig sein. Die Neuenburger zeigen deutlich verbessert. Vom Abstiegskandidaten der vergangenen Saison ist nichts mehr zu sehen.

Sebastian Malinowski (rechts) wird in der Partie gegen Neuchâtel Xamax nicht dabei sein.

Sebastian Malinowski (rechts) wird in der Partie gegen Neuchâtel Xamax nicht dabei sein.

Bild: Claudio Thoma

Bei Wil sind gleich mehrere Spieler fraglich. Mit Marvin Keller, Amel Rustemoski, Malik Talabidi, Silvio, Marko Krunic und Sebastian Malinowski droht eine lange Ausfallliste. Vor allem die Absenzen Silvio und Malinowski dürften ins Gewicht fallen. Sie gehörten zu den wenigen Akteuren, die offensiv konstant Akzente setzten. Viele Akteure sind den Beweis ihrer Leistungsfähigkeit noch schuldig. Bestes Beispiel dafür war Amel Rustemoski, der gleich zwei Starteinsätze in Folge bekam, aber bei beiden Auftritten blass blieb.

Viele Fragezeichen

Auch wenn die Saison noch sehr jung ist, befindet sich Wil gerade in einer interessanten Phase. Es geht nicht nur darum, ob Wil erneut gegen den Abstieg spielt oder sich im gesicherten Mittelfeld festkrallt, sondern auch darum, dass jeder einzelne Spieler sich aufdrängt und für höhere Aufgaben empfiehlt. Beide Aspekte hinterliessen in dieser Saison bisher Fragezeichen. Gut möglich, dass die Wiler auf dem Transfermarkt nochmals aktiv werden.

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