Der FC Wil steht im Derby unter Zugzwang

Nach dem enttäuschenden Auftritt in Aarau ist der FC Wil seinen Anhängern am Freitag ab 18.15 Uhr gegen Winterthur eine Leistungssteigerung schuldig. Seit mehr als sechs Monaten warten die Ostschweizer auf einen Sieg. Den letzten Dreier gab es ausgerechnet gegen Winterthur.

Gianluca Lombardi
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Eris Abedini jubelt in Zukunft für den FC Lugano.

Eris Abedini jubelt in Zukunft für den FC Lugano.

Bild: Gianluca Lombardi

Die Vorstellung der Wiler Akteure im Aarauer Brügglifeld warf viele Fragen auf. Vor allem, wenn man sich die Leistung gegen Lausanne-Sport zum Vergleich herzieht. Vor allem das sonst eher zuverlässige Innenverteidiger-Duo Lindrit Kamberi und Joel Schmied zeigte sich äusserst wacklig. Aber auch der Rest der Mannschaft stand zu oft zu weit weg vom Gegner.

Der neutrale Zuschauer glaubt vielleicht, dass es sowieso um nichts mehr geht, da es keinen Absteiger gibt. Doch gerade eine solche Einstellung ist auf vielen Ebenen fatal. Für den Verein als Ganzes, geht es doch nach wie vor um wichtige Rangierungsprämien. Für die jungen Spieler geht es darum, sich zu präsentieren und für andere Vereine attraktiv zu machen. Doch gerade dieser Punkt hat in Aarau viele Fragezeichen aufgeworfen.

Favorit mit Makel

Der FC Winterthur reist als Favorit nach Wil, musste sich aber diese Saison in beiden bisherigen Begegnungen deutlich besiegen lassen. Zuhause verloren die Eulachstädter mit 3:0, in Wil dann gar mit 4:0. Es war der letzte Wiler Sieg seit mehr als einem halben Jahr. Seither sind die Ostschweizer mit 6 Punkten aus 13 Spielen, das mit abstand schwächste Team der Liga. Selbst Schlusslicht Chiasso holte in dieser Zeit sieben Zähler mehr.

Zwei Abgänge

Einer der es geschafft hat sich zu präsentieren, ist Eris Abedini. Er wechselt per 1. Juli zurück zu seinem Stammverein FC Lugano. Auch Dominik Schmid wird den FC Wil zu diesem Datum hin verlassen. Wohin seine Reise führt ist jedoch offen. Wer Trainer Ciriaco Sforza schon länger beobachtet, darf davon ausgehen, dass beide Akteure ab sofort keine Rolle mehr spielen werden.

Gut möglich, dass das Eigengewächs Argtim Ismaili, die Rolle von Eris Abedini übernehmen wird. Der Jungspund zeigte gegen den FC Aarau eine gute Leistung und gehörte zu den auffälligsten Wilern.

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Ralf Streule