Gegen die Grasshoppers tritt Wil mit breiter Brust an

Am Montagabend gastiert der Schweizer Fussballrekordmeister Grasshoppers im Wiler Bergholz. Für die Zürcher geht es ab 20.30 Uhr um viel. Mit einer Niederlage oder einem Unentschieden würden die Zürcher auf Platz drei der Tabelle hinter Vaduz stehenbleiben.

Gianluca Lombardi
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Der frühere Grasshopper Brahimi fehlte dem FC Wil zuletzt verletzungsbedingt.

Der frühere Grasshopper Brahimi fehlte dem FC Wil zuletzt verletzungsbedingt.

Bild: Gianluca Lombardi

Als vor zwei Wochen der Vergleich zwischen Wil und den Grasshoppers abgesagt wurde, war die Enttäuschung im Umfeld der Wiler spürbar. Die Mannschaft war in Form. Viel verändert hat sich daran aber in den vergangenen 14 Tagen nicht. Zwar setzte es gegen Vaduz eine Niederlage ab – mit einer Leistung, die eigentlich für einen Sieg gut war.

Klammert man dieses Resultat aus, erkennt man, dass die Wiler seit dem Restart in einer sehr guten Form sind. Aarau bezwangen sie zuletzt diskussionslos mit 3:1.

Dem Rekordmeister reicht ein Unentschieden nicht

Für die Grasshoppers steht am Montagabend viel auf dem Spiel. Sie haben zwar ein Spiel weniger als der FC Vaduz auf Platz zwei, benötigen aber einen Sieg, um wieder vorbeizuziehen. Ein Unentschieden reicht den Zürchern nicht, da die Vaduzer deutlich mehr Tore erzielt haben und daher bei Punktgleichheit die Nase vorne haben.

Pikanter ausgedrückt: Holen die Wiler mindestens einen Punkt, können die Grasshoppers den Barrageplatz nicht mehr aus eigner Kraft realisieren. Auch wenn die Wiler sich aus der Spitzengruppe der Tabelle verabschiedet haben, geht es für die jungen Akteure immer noch um viel. Manchen winken möglicherweise Verträge in der Super League.

Wie Recherchen des Onlineportals Hallowil.ch ergeben haben, schielt wohl Peter Zeidler mit seinem FC St. Gallen auf Fabian Rohner und Julian von Moos. Beide sind derzeit an den FC Wil ausgeliehen.

Geduld könnte den Wilern Rosen bringen

«Alles oder nichts» dürfte die Devise der Grasshoppers sein. Für die Wiler könnte das Räume öffnen und Chancen bringen. Geduld, Einsatz und Leidenschaft dürften entscheidende Faktoren sein. Die Auftritte gegen Vaduz und Aarau haben gezeigt, dass sie auf dem heimischen Kunstrasen ein sehr unangenehmer Gegner sind.

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