Der FC Wil ist zuerst schwach, dann ineffizient

Die Ostschweizer verlieren in der Challenge League im fünften Saisonspiel erstmals. Gegen Wohlen geraten sie früh mit zwei Toren in Rücklage und liegen nach einer schwachen ersten Halbzeit selbst in der Höhe verdient 0:3 in Rückstand. Da sie nach der Pause zu viele Chancen vergeben, wird die 1:3-Niederlage Tatsache.

Simon Dudle
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FUSSBALL. So laute Pfiffe wie zum Ende der ersten Halbzeit hatte es im Bergholz seit dem Abstieg aus der Super League vor über elf Jahren noch nie gegeben. Den Zuschauern war missfallen, was die neuerdings gutbezahlten Wiler Spieler vorab in der Startphase abgeliefert hatten. Bereits nach sechs Minuten lagen die Ostschweizer 0:2 in Rückstand. Sie hatten binnen vier Minuten gleich viele Tore kassiert wie in den vier Spielen zuvor. Und das gegen eine Wohler Mannschaft, die zuvor während fast vier Stunden nicht mehr getroffen hatte. Beim ersten Gegentor, erzielt durch Wohlens Routinier Alain Schultz, brachten die Wiler den Ball nach einem Corner nicht aus der Gefahrenzone. Dass der Treffer aus Offside verdächtiger Position realisiert wurde, war am Ende bedeutungslos.

«Nicht akzeptabel»

Beim zweiten Wohler Treffer genügte ein schöner Pass von Marijan Urtic auf Torschütze Mergim Brahimi, damit dieser unbedrängt zum 0:2 vollenden konnte. Beinahe wäre noch vor Ablauf der Startviertelstunde das 0:3 gefallen, jedoch traf der einstige St. Galler Nico Abegglen aus kurzer Distanz nur den Pfosten. Als etwas mehr als eine halbe Stunde gespielt war, machte es der Wohler Angreifer besser. Nach einem Fehlpass von Wils Captain Egemen Korkmaz gelangte der Ball via Samir Ramizi zu Abegglen, der seinen zweiten Saisontreffer erzielte. «Die ersten 20 Minuten waren nicht akzeptabel, Wir haben dem Gegner zu viel Zeit und Platz gelassen», sagte Wils Trainer Fuat Capa.

Steigerung ohne Effizienz

Doch selbst dieses Verdikt hätte noch zu Zählbarem geführt, wenn die Wiler nach der Pause halbwegs effizient aufgetreten wären. Mit nur noch drei Verteidigern und dafür zwei Stürmern agierend, kamen die Gastgeber zu vielen Chancen, aus denen aber nur Korkmaz' Kopfballtreffer zu Beginn der Schlussviertelstunde resultierte.