Der FC Wil empfängt den Leader mit breiter Brust

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Fussball Mit allergrösster Wahrscheinlichkeit heisst der Aufsteiger in die Super League Xamax Neuenburg. Dies wurde am ­Wochenende verdeutlicht, da der erste Verfolger Servette bei Rapperswil-Jona eine 0:2-Niederlage bezogen hat. Den Neuenburgern bietet sich heute ab 20 Uhr in der Wiler IGP-Arena die Möglichkeit, den Vorsprung auf 18 Punkte auszubauen. Da in der Folge noch 27 Zähler zu vergeben sind, stellt sich eigentlich nur noch die ­Frage, wann der Aufstieg auch mathematisch perfekt ist.

Auf dem Weg in die höchste Spielklasse treffen die Neuenburger noch zweimal auf den FC Wil. In der allerletzten Runde wird auf der Maladière wohl der Pokal übergeben. Heute will die Mannschaft von Trainer Michel Decastel auf dem Bergholz eine beeindruckende Serie verlängern: Seit dem 29. September 2017 ist Xamax unbesiegt. Das Gefühl einer Niederlage kennen die Neuenburger somit seit mehr als einem halben Jahr nicht mehr. Beeindruckend ist vor allem das Selbstverständnis von Xamax. Es werden selbst jene Spiele gewonnen, in denen die Leistung durchzogen ist – wie zuletzt beim 1:0-Erfolg gegen Rapperswil-Jona.

Wil hat gegen alle gepunktet – ausser gegen Xamax

Konnte der Lauf der Neuenburger schon fast erwartet werden, sind die aktuell positiven Gefühle beim FC Wil doch eher eine Überraschung, lag er bei Saisonhälfte doch am Tabellenende. Heute Abend begegnen sich die einzigen beiden Teams der Challenge League, die in der Rückrunde noch unbesiegt sind. «Wir haben eine hungrige Mannschaft und treten derzeit selbstbewusst auf. Die Raumaufteilung ist gut, und es hat einen grossen Entwicklungsschritt gegeben», sagt Wils Trainer Konrad Fünfstück. Seine Mannschaft darf mit breiter Brust in die Partie gegen den designierten Aufsteiger steigen.

Die Ostschweizer haben in dieser Saison schon gegen alle Mannschaften gepunktet – ausser gegen Xamax. Noch in Erinnerung ist die 0:1-Heimniederlage im September, als die Wiler nach zwei Platzverweisen schon früh doppelt dezimiert waren, aber doch bis zuletzt auf einen Punktgewinn hoffen durften.

Fünf Wiler Spiele in dreizehn Tagen

Für den FC Wil ist es heute der Beginn einer intensiven Phase. Binnen weniger als zwei Wochen stehen fünf Spiele auf dem ­Programm. Wird rotiert? «Wir schauen Spiel für Spiel. Zudem sind einige Spieler mit drei oder sieben Verwarnungen vorbelastet und ihnen droht eine Sperre», sagt Fünfstück. Heute fehlt der verletzte Andelko Savic. Der Einsatz des angeschlagenen Magnus Breitenmoser ist fraglich. (sdu)