Der FC Wil besiegt das stärkste Heimteam

Den Wilern glückt der Rückrundenauftakt in der Challenge League. Der 2:1-Erfolg in Neuenburg gegen Biel ist der sechste Auswärtssieg der Saison.

Simon Dudle/Neuenburg
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Gabriel Lüchinger (hinten) und Neuzugang Stjepan Vuleta. (Bild: EG Images/Marc Schumacher)

Gabriel Lüchinger (hinten) und Neuzugang Stjepan Vuleta. (Bild: EG Images/Marc Schumacher)

FUSSBALL. Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison hat der FC Wil seinen besten Torschützen verloren. Nachdem Adis Jahovic Ende September leihweise zum FC Zürich transferiert worden war, verliess Otele Mouangue die Wiler in der Winterpause, ebenfalls leihweise, zum FC Luzern. So stellte sich die Frage, wer nun die Tore erzielen sollte. Beim Rückrundenauftakt rückten zwei Akteure ins Rampenlicht, die im vergangenen Herbst mehrheitlich Ersatzspieler gewesen waren. Zu ihnen gehörte Gabriel Lüchinger, der kurz nach Saisonbeginn vom FC St. Gallen an Wil ausgeliehen wurde. In seinem zweiten Einsatz von Beginn weg nutzte er die Chance und erzielte seinen ersten Treffer für die Wiler. Eine Hereingabe Enack Kilafus von der linken Seite beförderte er auf der Maladière zur Führung über die Linie.

Nur 213 Zuschauer

Der Passgeber wurde kurz nach der Pause zum Torschützen, als Kilafu nach einem Zuspiel Martin Steubles alleine vor Biels Goalie Laurent Walthert auftauchte und diesem keine Abwehrchance liess. Für Kilafu war es in seinem dritten Einsatz von Beginn weg der zweite Saisontreffer. Doch die Seeländer fanden nach einem Eckball zurück ins Spiel. Die Hereingabe von Steven Ukoh nutzte Charles Doudin per Kopf zum Anschlusstreffer. Wenige Sekunden danach wäre der Ausgleich beinahe Tatsache gewesen, jedoch konnte Wils Granit Lekaj auf der Linie für den bereits bezwungenen Goalie Carlo Zotti klären.

Ein Punktgewinn wäre für die Bieler ein gar guter Lohn gewesen, denn ihre Leistung liess nicht erahnen, dass sie in der Hinrunde die stärkste Heimmannschaft der Liga stellten und vor eigenem Anhang seit über einem halben Jahr nicht mehr verloren hatten. Die Wiler unternahmen einiges, um dem Berner Gegner die zweite Heimniederlage der Saison zuzufügen. Die Ostschweizer schafften es besser als Biel, auf Meisterschaftsbetrieb umzuschalten. Dies war nicht einfach, weil nur 213 Zuschauer der Partie beiwohnten und diese den Rahmen eines Freundschaftsspiels hatte.

Vuleta immer gefährlicher

Stjepan Vuleta kam als einziger Neuzuzug von Beginn weg zum Einsatz. Er brauchte eine Halbzeit, um sich an die Mitspieler zu gewöhnen. Danach wurde die einzige Wiler Sturmspitze aber immer besser und war in mehreren Situationen einem Torerfolg nahe. Die Ostschweizer sind seit nunmehr neun Pflichtspielen unbesiegt.