Der FC Wil ärgert Leader Servette

Die Ostschweizer gewinnen beim Leader der Challenge League einen Punkt.
Beim 0:0 in Genf gegen Servette zeigen sich die Wiler in alter Stärke

Gianluca Lombardi, Genf
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Servettes Alexandre Alphonse (vorne) im Zweikampf mit Wils Zé Eduardo. (Bild: Gianluca Lombardi)

Servettes Alexandre Alphonse (vorne) im Zweikampf mit Wils Zé Eduardo. (Bild: Gianluca Lombardi)

Die Rollen in dieser Partie waren bereits früh verteilt. Gastgeber Servette drückte sofort aufs Gaspedal und versuchte die Wiler mit Tempo zu überraschen. Gelingen wollte dies aber nur teilweise, was der kämpferischen Einstellung der Ostschweizer geschuldet war. Kaum näherte sich Servette der Mittellinie, wurden die Gegner sofort angelaufen.

Servette verliert den Schwung


Der FC Wil zog diese physisch anspruchsvolle Spielweise unbeeindruckt durch. Nach und nach verloren die Gastgeber so den Schwung und wurden nur noch selten gefährlich. Zwar ­verzeichnete Servette im ersten Durchgang fast 70 Prozent Ballbesitz und ein Schussverhältnis von 11:3, profitierten davon aber nicht. Die beste Chance vergab Miroslav Stevanovic, als er alleine vor Torhüter Zivko Kostadinovic verzog. Viel Leidenschaft, ein wenig Glück, aber auch zwei überragende Paraden des Wiler Goalies sicherten vorerst das 0:0. Dieses war dann auch in der Summe nicht ganz unverdient, zumindest aus Sicht der Gäste.

Audino vergibt gute Wiler Chance

Die für den Gegner lästige Spielweise des FC Wil zeigte in der zweiten Halbzeit Wirkung. Mit zunehmender Spieldauer verloren die Genfer immer mehr die Konzentration und die Zielstrebigkeit. Die Wiler versuchten mit schnellen Kontern wiederholt Nadelstiche zu setzen, konnten aber nicht reüssieren. Die beste Chance vergab Ivan Audino auf Zuspiel von Sergio Cortelezzi, sein Abschluss war aber zu wenig platziert. Richtig gefährliche Chancen der Genfer waren in der zweiten Halbzeit eher Mangel­ware. Immer wieder konnten die Wiler Verteidiger klären, bevor die ganz grosse Gefahr entstand. Der Auftritt der Gäste war sicherlich kein Augenschmaus für Fussballästheten, aber eine tadellose Vorstellung bezüglich Taktik, Einsatz und Wille.