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Der FC St.Gallen verteilt grosszügig Weihnachtsgeschenke

Es bleibt dabei: Mit dem 1:2 nach miserablem Start gibt es für St. Gallen zum siebten Mal in Folge eine Niederlage gegen Luzern. Damit überwintern die Ostschweizer als Sechste.
Christian Brägger, Luzern
Nach einer Stunde keimt noch einmal Hoffnung auf: Dereck Kutesa erzielt den Anschlusstreffer. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus)

Nach einer Stunde keimt noch einmal Hoffnung auf: Dereck Kutesa erzielt den Anschlusstreffer. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus)

Zählt der letzte Eindruck, dann bleibt nach dem 1:2 in Luzern das Gefühl, das den FC St. Gallen im Prinzip die gesamte Vorrunde begleitet: Zwiespalt. Zwiespalt über die Leidensfähigkeit, über seine realistisch einzuordnende Stärke, über das defensiv so anfällige 4-3-3. Weil die Ostschweizer auch im Zentrum des Landes zwei Gesichter zeigen. Jenes der ersten 60 Minuten, in denen einem angst und bange werden muss, dass es nicht ein Debakel gibt. Und jenes der letzten halben Stunde, nach der man sagt: Sie könnten es ja, zumindest in Ansätzen.

Wie in Luzern vor 8500 Zuschauern sieht man dann in dieser zweiten, guten Phase kämpferische St.Galler, die viel Ballbesitz haben, aber nie gefährlich werden. Die aber zumindest zu korrigieren versuchen, was sie sich davor mit einem miserablen Auftritt eingebrockt haben.

Tranquillo Barnetta: Note 3.5. Einige Schüsse aus der Distanz. Ist sehr bemüht. Aber: Quillo war zuletzt besser, torgefährlicher.
Yannis Tafer: Note 4. Spielt die zweite Halbzeit. Offensiv brav, defensiv kämpferisch. Verlässt er im Winter St. Gallen?
Vincent Sierro: Note 4. Ist lange abgemeldet. Steigert sich mit Fortdauer der Partie – und mit ihm der FC St. Gallen.
Andreas Wittwer: Note 2.5. Es ist überhaupt nicht sein Tag. Sieht bei den Gegentoren nicht gut aus. Muss zur Pause raus.
Alessandro Kräuchi: Kommt in den Schlussminuten für Bakayoko. Zu kurz für eine Note.
Silvan Hefti: Note 3.5. Muss in der 33. Minute verletzt (Knie) raus. Kann Demhasaj nicht am Pass zum 0:2 hindern.
Dereck Kutesa: Note 4. Ist 60 Minuten lang nicht zu sehen, erzielt dann den glücklichen Anschlusstreffer. Danach gefällig.
Nicolas Lüchinger: Note 4. Hat den Vertrag bis Sommer 2021 verlängert. Kämpft wie eh und je, einer der besseren St. Galler.
Axel Bakayoko: Note 3.5. Hat vor der Pause die beste Chance der Ostschweizer. Man sieht Ansätze, aber nicht mehr.
Daniel Lopar: Note 4.5. Spielt für den grippeerkrankten Stojanovic erstmals in dieser Saison. Agiert beim 0:1 unglücklich, danach hält er St. Gallen im Spiel.
Majeed Ashimeru: Note 3.5. Gefälliges Kurzspassspiel, aber keine nennenswerten Impulse. Steht für die B-Note, mit der man laut Trainer Zeidler nichts gewinnt.
Alain Wiss: Note 3.5. Sehr unglücklicher Beginn mit dem Eigentor (6.). Wiss fängt sich im Verlauf der Partie aber auf.
Jordi Quintillà: Note 4. Verliert das Kopfballduell vor dem 0:2. Spielt nach Heftis Ausfall als Innenverteidiger, rettet einmal.
Angelo Campos. Note 3.5. Der 18-Jährige kommt beim Stand von 0:2 zum Pflichtspieldébut für St. Gallen. Ein schwieriger Start.
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Daniel Lopar der Beste, Andreas Wittwer der Schlechteste: Die Noten der FCSG-Spieler in der Partie gegen den FCL

Dabei nimmt sich der FC St.Gallen viel vor für die ­Begegnung, in der es darum geht, Weihnachten mit einem positiven Ergebnis mindestens auf dem fünften Platz zu feiern. «Punkto Härte und Aggressivität zeigten wir aber nicht das, was wir wollten. Diesbezüglich haben wir uns zu sehr vom Gegner beeindrucken lassen», sagt St. Gallens Trainer Peter Zeidler später. Tatsächlich beginnt sein Team ganz schwach und erstmals in der Saison mit Daniel Lopar im Tor, der den grippekranken Dejan Stojanovic ersetzt. Bereits nach sechs Minuten muss der Romanshorner ein erstes Mal hinter sich greifen, weil die Mitspieler grosszügig Geschenke verteilen und zuletzt noch Alain Wiss den Ball abfälscht.

Im Winter wird über die Zukunft geredet

Da sich in der Folge die Gäste nicht steigern und bei Gegenstössen anfällig bleiben, liegen sie nach 20 Minuten und Ruben Vargas’ Treffer früh vorentscheidend 0:2 hinten. Alles geht viel zu einfach für die Luzerner, die vom Verein und Anspruch her den Ostschweizern ähneln; beide Clubs kämpfen oft mit vergleichbaren Problemen.

Weit weg ist jetzt die tags zuvor vereinbarte Vertragsverlängerung mit Nicolas Lüchinger bis Sommer 2021. Dies, obwohl Zeidler betont hat, man werde erst im Winter mit den Spielern zusammensitzen und über deren Zukunft reden. Lüchingers Verbleib soll wohl eine zusätzliche Motivationsspritze sein für dieses letzte Saisonspiel vor der Winterpause. Doch von einem Schub ist an diesem nasskalten Sonntagnachmittag auch nach dem 0:2 nichts zu spüren. Vielmehr müssten die Luzerner in der Folge 3:0, 4:0 führen. Spätestens nach der Pause und einem Pfostenschuss.

Kutesa erfüllt Zeidlers Prophezeiung

Wie die Jungfrau zum Kind kommen die St. Galler nach 60 Minuten dann doch zum Anschlusstreffer, als Dereck Kutesa nach einem Lüchinger-Querpass profitiert. Es ist das Stürmertor, das Zeidler prophezeit. Und plötzlich sind die Ostschweizer da, spielen gefällig, aber nicht effizient, ­haben Ballbesitz, aber keine Torchancen. St. Gallen ist jetzt bissiger, aufsässiger. Alles, was 60 Minuten lang nicht funktioniert, klappt besser, aber es ist nicht der Zeidler-Fussball, nicht die offensive Offenbarung. Dafür fehlt die spielerische Klasse, vor allem auf den letzten 25 Metern, woran auch das Pflichtspieldébut des erst 18-jährigen Angelo Campos nichts ändert, der früh für den verletzten Silvan Hefti kommt. Letztlich müssen die Luzerner nicht um die verdienten Punkte zittern, auch wenn Trainer René Weiler sagt:

«Paradoxerweise waren die letzten 30 Minuten so schlecht wie selten.»

Zeidler sieht die Schlussminuten seines Teams nicht so positiv: «Dominieren allein reicht nicht. Denise Biellmann lief für eine B-Note, jedoch nicht der FC St.Gallen. Weihnachten findet trotzdem statt. Lasst uns im neuen Jahr nochmals neu anfangen.» Nach zuletzt fünf Spielen mit vier Niederlagen weiss jeder: Es wartet viel Arbeit.

Die Tore, die Aufreger und die Stimmen zum Spiel:

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