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Showdown in Madrid: Zwischen River Plate und den Boca Juniors geht es um alles oder nichts

Das Finalrückspiel der Copa Libertadores zwischen River Plate und Boca Juniors steigt am Sonntag um 20.30 Uhr in Madrid. Das Hinspiel endete 2:2.
Tobias Käufer
Die Begegnung zwischen den Boca Juniors und River Plate wird auch in Madrid hitzig werden. (Bild: Juan Ignacio/EPA)

Die Begegnung zwischen den Boca Juniors und River Plate wird auch in Madrid hitzig werden. (Bild: Juan Ignacio/EPA)

Für Maxi Mazzaro war die Reise schnell zu Ende: Am Flughafen in Madrid identifizierten die Beamten der spanischen Polizei den gefürchteten radikalen Anführer der gewaltbereiten Ultras der Boca Juniors. Und schickten ihn gleich wieder nach Hause zurück nach Buenos Aires. Das morgige Final-Rückspiel zwischen River Plate und Boca Juniors in der spanischen Hauptstadt ist auch rund zwölf Flugstunden von der Heimat entfernt ein Hochrisikospiel.

Nun soll im Stadion Santiago Bernabéu endlich der Sieger gekürt werden. Die Zeit drängt, bereits in der kommenden Woche beginnt in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Club-WM. Und ein Turnier ohne den einzigen wirklichen Herausforderer für Champions-League-Sieger und Titelverteidiger Real Madrid wäre sportlich eine Farce und eine Blamage für die Fifa.

Ist das Spiel eine Farce?

Ob auch das Rückspiel zwischen River und Boca inzwischen eine Farce ist, darüber streiten sich die Experten. Das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen der Erzrivalen aus Buenos Aires, die sich erstmals im Endspiel des wichtigsten Clubwettbewerbs Südamerikas gegenüberstehen, wurde bereits mehrfach verschoben. Beim Hinspiel verhinderten zunächst heftige Regenschauer die Austragung, einen Tag später gab es im Boca-Stadion «La Bombonera» ein 2:2, das für das Rückspiel alles offen lässt.

Vor der zweiten Begegnung im «Estadio Monumental» von River Plate brachen dann alle Dämme: Eine Attacke auf den Mannschaftsbus von Boca mit anschliessendem Tränengas­einsatz und verletzten Spielern machte eine Austragung unmöglich. Auch am Tag danach scheiterte ein nächste Versuch. Jener Flaschenwerfer, der das ganze Chaos ausgelöst haben soll, gibt sich inzwischen reumütig. «Ich habe etwas zu viel getrunken», sagte River-Fan Matias Firpo. Und dann sei es ihm halt passiert.

Nur gut situierte Fans können sich die Reise leisten

Nun also Madrid. Die spanischen Behörden stehen im ständigen Austausch mit den szenekundigen Beamten in Argentinien. Die weite und kostspielige Anreise sorgt schon einmal dafür, dass ohnehin nur ökonomisch gut gestellte Fans aus Argentinien eine Chance haben, das Spiel zu besuchen. Zudem siebt die Polizei konsequent aus, wie der Fall Mazzaro zeigt. Allerdings bleibt die Frage, warum der gefürchtete Anheizer überhaupt aus Argentinien ausreisen konnte.

Der Vorfreude auf den «Superclasico», wie die Argentinier das Spiel zwischen den beiden Hauptstadtrivalen nennen, hat das alles keinen Abbruch getan. Die einflussreiche Tageszeitung «Clarin» nennt den Final das attraktivste Spiel des Wochenendes auf europäischem Boden. Die «Internationalisierung» habe Vorteile. «Was gibt es Besseres als das Bernabéu», fragt «Clarin» und schickt hinterher:

«Der südamerikanische Fussballverband Conmebol präsentiert seine beste Ware auf der grossen Bühne.»

So oder so wird es ein Nachspiel geben. Argentiniens Staatspräsident Mauricio Macri hat als Konsequenz aus den Krawallen ein Gesetz ankündigt, das die Gewalt durch die Ultra-Fangruppen eindämmen soll. Und es gilt als sicher, dass der Verlierer der Partie sportrechtliche Schritte gegen die Wertung einlegen wird. Die Boca Juniors hatten bereits gefordert, kampflos zum Sieger erklärt zu werden. Aus dem River-Lager mehren sich die Stimmen, die wegen des Verlustes des Heimrechtes klagen wollen. Es scheint, als ob dieser «Superclasico» nie ein Ende finden wird.

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