Der Erfolgsgarant namens Hirscher

Marcel Hirscher lässt sich nach seinem ersten Auftritt an der WM die Goldmedaille im Team-Wettbewerb umhängen. Der 23-Jährige gewinnt alle seine Läufe. Die junge Schweizer Equipe scheidet in der ersten Runde gegen Kanada aus.

Christof Krapf/Schladming
Drucken
Teilen
Marcel Hirscher führt das österreichische Team zur ersten Goldmedaille an der Heim-WM. (Bild: EQ Images/Harald Steiner)

Marcel Hirscher führt das österreichische Team zur ersten Goldmedaille an der Heim-WM. (Bild: EQ Images/Harald Steiner)

SKI ALPIN. Und dann war er da. Der Speaker im Zielstadion schrie in sein Mikrophon: «Für Österreich am Start Marcel.» Das Publikum antwortete ihm brüllend: «Hirscher.» Im Team-Wettbewerb kam der 23jährige Salzburger zu seinem ersten Auftritt an der Heim-WM in Schladming. Der Druck auf Hirscher ist in den vergangenen Tagen gestiegen. Der österreichische Hoffnungsträger soll in den technischen Disziplinen für die Gastgeber die bisher verkorksten Titelkämpfe retten.

Im Final Schweden besiegt

Einen ersten Schritt dazu machte der siebenfache Sieger dieses Winters im Team-Event. Er entschied alle seine Läufe für sich und führte Österreich zur ersten Goldmedaille an dieser WM. Im Final setzten sich die Österreicher gegen die Schweden durch, im Halbfinal siegten sie gegen das deutsche Team um Felix Neureuther und Maria Höfl-Riesch. Deutschland beendete das Rennen auf Rang drei. «Ich konnte mich mit diesen Rennen an die Atmosphäre und die Bedingungen an der WM gewöhnen», sagte Hirscher. «Zudem nimmt die Goldmedaille Druck vom ganzen Team.» Für die Österreicher war es der zweite WM-Titel in dieser Disziplin, die erstmals 2005 an den Titelkämpfen in Bormio ausgetragen wurde.

Im Team-Wettbewerb treten Nationen in einem K. o.-System gegeneinander an. Gefahren werden bei den Männern und Frauen je zwei Parallel-Rennen. Die Kurven sind ähnlich eng wie im Slalom, die Kippstangen werden aber durch Riesenslalom-Tore ersetzt. Wie brutal dieser Wettkampfmodus sein kann, musste die junge Schweizer Equipe erfahren. Sie schied in der ersten Runde gegen die Kanadier, die am Ende Vierte wurden, aus. Einzig Wendy Holdener gewann ihren Lauf. Die Sarganserin Rahel Kopp und der Bündner Gino Caviezel verloren, Markus Vogel schied aus.

Kurzes Début von Rahel Kopp

So dauerte das WM-Début der 18jährigen Kopp – sie war kurzfristig nachnominiert worden – nur 20 Sekunden. «Ich lag am Start noch in Führung. Leider hat es am Ende nicht ganz gereicht», sagte die Ostschweizerin. Sie wird in Kürze auch an der Junioren-WM in Quebec in einem Team-Wettbewerb starten. «Die Erfahrung hier wird mir dabei sicher helfen. Der Wettkampf in Schladming hat mir Spass gemacht. Vor so einer Kulisse werde ich wohl nicht so schnell wieder antreten können.»