Der Breitensport sucht Auswege aus dem Coronaschlamassel

Auch der Breitensport leidet unter den Massnahmen des Bundes. Aber in der Region soll weiter Sport betrieben werden.

Daniel Good
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Die Sport Union Ostschweiz kümmert sich auch um die Faustballerinnen, die nun keine Wettkämpfe bestreiten können.

Die Sport Union Ostschweiz kümmert sich auch um die Faustballerinnen, die nun keine Wettkämpfe bestreiten können.

Bild: Imago

Die Sport Union Ostschweiz kümmert sich um die Breitensportler in der Region. Von Jung bis Alt. Aber auch der «Breitensportverband für alle» ist betroffen von den neuen Massnahmen des Bundes zur Eindämmung der Coronapandemie. Sämtliche Trainings mit mehr als 15 Personen im Erwachsenensport werden eingestellt; es müssen Alternativen wie die Aufteilung in kleinere Gruppen gesucht werden.

Einer der grössten Sportverbände im Land

Die Sport Union Ostschweiz sucht Wege, um die sportlichen Aktivitäten ihrer Mitglieder weiter zu fördern. «Trainings in kleineren Gruppen sind unter Berücksichtigung des Abstandsgebots sowie der Maskenpflicht in kleineren Hallen und im Freien möglich», sagt die Medienverantwortliche Manuela Gemperle aus Busswil.

Die Sport Union Ostschweiz ist ein Regionalverband der nationalen Organisation, die mit 40000 Mitgliedern zu den grössten Sportverbänden im Land zählt.

Der Dachverband steht in engem Kontakt mit Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport und informiert die fünf Mitgliederregionen laufend über die neusten Entwicklungen im Breitensport.

Elektronische Alternativen sind kein echter Ersatz

Ein zentraler Punkt in den Aktivitäten der Sport Union Ostschweiz ist das Kurswesen. Die Angebote für Aus- und Weiterbildungen müssen vorerst bis Ende Jahr eingestellt werden. Gemperle sagt:

«Aber es sind Varianten in Bearbeitung, damit möglichst rasch wieder Kurse durchgeführt werden können. Natürlich unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen.»

Zudem seien im Dachverband virtuelle Formen für Administrativkurse in Vorbereitung. «Für die praktischen Sportkurse in der Halle gibt es jedoch keine elektronische Alternative», so Gemperle weiter.

Mit Genugtuung hat die Sport Union Ostschweiz Kenntnis genommen vom Entscheid, dass Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre weiter Sport treiben dürfen. «Das freut uns sehr. Die Förderung des Jugendsports ist ein wichtiger Bestandteil in unserem Verband. Wir bieten vielen Kindern und Jugendlichen einen sportlichen Ausgleich im Alltag», sagt die Medienverantwortliche.

Die Turnerunterhaltungen fallen aus

In der Sport Union Ostschweiz ist man überzeugt, dass der Bundesrat einen Entscheid getroffen hat, der aufgrund der aktuellen Situation notwendig ist. Aber in der Gesellschaft wird schon etwas fehlen. So fallen auch die insbesondere auf dem Land beliebten Turnerunterhaltungsabende bis auf weiteres dem Coronavirus zum Opfer.