Der Blick zeigt Richtung Playoffs

Mit einem breiten Kader und neuem Schwung will das Weinfelder Ladies-Team ein gewichtiges Wort im Kampf um die Playoff-Plätze mitreden.

Daniel Monnin
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Drei Jahre auf dem letzten Tabellenrang mit einem Minimum an Punkten, das ist genug. Das Ladies-Team des SC Weinfelden, bisher zuverlässiger Punktelieferant in der obersten Frauen-Liga, will sein Verliererimage abstreifen. Sportchef Patrick Brunner und Trainer Daniel Zbinden haben an der Transferfront gewirbelt und die erstmalige Playoff-Qualifikation zum Ziel erklärt. Zbinden: «Wir haben ein grosses Kader, verfügen über viel Talent und fünf Ausländerinnen.» In der Tat hat Weinfelden nicht weniger als 15 neue Spielerinnen verpflichtet, querbeet von aktuellen Nati-Spielerinnen über erfahrene Spielerinnen aus der A- oder B-Liga bis hin zu Talenten aus den Nachwuchs-Auswahlen. «Ich habe ein gutes Gefühl», sagt Zbinden, schiebt aber nach: «Es wird seine Zeit dauern, bis wir die richtige Mischung gefunden haben und die Neuen integriert sind.» Positiv bewertet der Trainer die Tatsache, dass die Spiele mit drei oder gar vier Blöcken durchgespielt werden können. Zuversichtlich macht ihn auch die gelungene Vorbereitungsphase. Vier von fünf Testspielen hat Weinfelden gewonnen, doch einmal auch eine heilsame Brause kassiert.

Der Abgang von Nationalspielerin Rahel Michielin – sie studiert neu an der St. Thomas University in Fredericton – hat Weinfelden mit den Zuzügen der Thurgauerin Laura Trachsel und der Tessinerin Claudia Cantamessi (Lugano) kompensiert. Trachsel hat ihr einjähriges Kanada-Abenteuer abgebrochen und ist zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Mit den beiden Ungarinnen Andrea Kiss (bisher) und Nikolett Farkas (neu), den beiden Deutschen Jennifer Richter und Tanja Krause (beide neu) sowie Rückkehrerin Henrikka Jaatinen aus Finnland stehen Zbinden gar fünf Ausländerinnen zur Verfügung. Drei von ihnen werden am Wochenende auswärts gegen Meister ZSC Lions und Neuenburg (Weinfelden, Sonntag, 15 Uhr) in die Meisterschaft starten: Kiss, Farkas und Richter. Krause weilt beim deutschen U18-Nationalteam, und Jaatinen ist verletzt.

Der Spielplan will es, dass Weinfelden danach eine fast zweiwöchige Spielpause hat und dann innert fünf Tagen drei Heimspiele bestreiten wird. Das spielt Zbinden in die Karten: «Wir werden diese Zeit nutzen, an der optimalen Zusammensetzung des Teams zu arbeiten.»