Der Aufwand hat sich gelohnt

KUNSTRADFAHREN. Der RV Sirnach führte mangels anderer Organisatoren die letzte Runde des SwissAustria Masters 2014 durch. Der Veranstalter wurde für seinen Aufwand mit einer weiteren Verbesserung des Weltrekords seines eigenen Vierers belohnt.

Martin Zuber
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Der Sirnacher Kunstradvierer mit Flavia Zuber, Melanie Schmid, Céline Burlet und Jennifer Schmid (v.l.) verbesserte seinen Weltrekord erneut. (Bild: pd)

Der Sirnacher Kunstradvierer mit Flavia Zuber, Melanie Schmid, Céline Burlet und Jennifer Schmid (v.l.) verbesserte seinen Weltrekord erneut. (Bild: pd)

In Münchwilen wurden am Samstag anlässlich des Finals der SwissAustria Masters hervorragende Leistungen geboten. Als Höhepunkt gab es erneut einen Weltrekord für den Radfahrer-Verein Sirnach, für den der Vierer verantwortlich zeichnete.

Die Bedingungen waren offenbar sehr gut. Vor zwei Wochen überraschte der Sirnacher Kunstradvierer mit einem sensationellen Weltrekord. Auf dem vertrauten Parkettboden der «Waldegg» wollten die vier Europameisterinnen von 2012 diesen Exploit bestätigen. Tatsächlich gelang ihnen trotz eines Sturzes im ersten Durchgang mit 214,79 ein Weltklasse-Resultat, was die bisher zweitbeste Leistung des Teams bedeutete. Im Finaldurchgang kam es noch besser. Das derzeit beste Schweizer Frauenteam präsentierte eine fast perfekte Kür und verbesserte den Weltrekord nochmals leicht auf 220,70 Punkte. Das WM-Ticket dürfte den Hinterthurgauerinnen kaum mehr streitig gemacht werden.

Blick nach Deutschland

Der Fokus im Hinblick auf die Weltmeisterschaft ist natürlich auf die Kunstrad-Bastion Deutschland gerichtet, wo am Deutschland-Pokal die Mannschaften ebenfalls Ausscheidungen austrugen. Zurzeit zeichnet sich ein Zweikampf zwischen den Teams aus Denkendorf und Steinhöring ab, wobei das gestern erfolgreichere Denkendorf im Fernduell trotz sehr guter Punktezahlen deutlich hinter dem Sirnacher Vierer zurückliegt. In drei Wochen findet in Winterthur der Qualifikationsabschluss mit den Schweizer Meisterschaften statt. Der Sirnacher Fahrplan für Brünn stimmt weiterhin.

Erfreut darf der RV Sirnach vermelden, dass am Turnier vom Samstag auch die beiden aus dem WM-Austragungsort angereisten Sportler Nicole Frýbortová und Tomás Rozbocil teilnahmen. Die beiden waren von den hiesigen Hallenverhältnissen derart begeistert, dass eine Teilnahme am nächsten Sirnacher Frühlingscup zugesagt wurde.

Weitere Bestleistungen

Im Schatten der vier erfolgreichen Sirnacherinnen können weitere gute Leistungen und Resultate vermeldet werden. Yannick Martens vom VMC Hombrechtikon, der erneut seinen eigenen Schweizer Rekord verbesserte, aber auch Adriana Mathis aus Hohenems konnten ihre eigene Landesbestmarke nochmals steigern. Sie zeigten damit eindrücklich auf, dass auch mit ihnen an der Weltmeisterschaft zu rechnen ist.