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DER AUF-, AB- UND WIEDERAUFSTIEG VON FEDERER UND NADAL: Warten auf den Traum-Halbfinal

Roger Federer und Rafael Nadal trafen an den US Open noch nie aufeinander. Sollte es in diesem Jahr dazu kommen, wäre es ein weiterer Höhepunkt ihrer Rivalität, die 2004 begonnen hat.
Ralf Streule

Ralf Streule

Als Roger Federer und Rafael Nadal im November 2015 in Basel zum Final der Swiss Indoors gegeneinander antraten, behauptete manch ein Zuschauer, ein historisches Spiel miterleben zu dürfen. Es sei der wohl letzte «Traumfinal» zweier ehemaliger Tennisgrössen. Zweier Altstars, die ein Jahrzehnt zuvor zu einem siebeneinhalb Jahre andauernden Zweikampf um die Weltnummer eins angesetzt hatten. Man meinte damals in Basel zu wissen: Federer hatte den Zenit rein altersmässig überschritten. Und Nadal, obwohl fünf Jahre jünger, hatte in all den Jahren seiner körperlich sehr aufwendigen Art, Tennis zu spielen, zu viel Tribut gezollt. Das Ende der Endspiele der beiden also.

Alles falsch. Der Traumfinal fand an weit wichtigerer Adresse noch einmal statt, in Melbourne 2017. Nadal hat es vor einer Woche geschafft, nach über drei Jahren Abwesenheit vom Tennisthron wieder zur Nummer eins zu werden. Und es ist tatsächlich Federer, der ihm diesen Platz streitig macht. Schafft er es, den Spanier wieder zu überholen, wäre er der erste Spieler überhaupt, der nach über fünf Jahren Abwesenheit von der Weltranglistenspitze wieder dorthin zurückkehrt.

Geschichten wurden anderswo geschrieben

Dass es ausgerechnet an den US Open zum Showdown kommt zwischen Nadal und Federer, ist atypisch für ihre Karrieren. Zwar haben beide das Turnier schon gewonnen, Federer fünfmal, Nadal zweimal. Zwar standen sich die beiden in ihrer Karriere schon 37-mal gegenüber, zum ersten Mal 2004 in Miami. Dennoch trafen sie am Turnier in New York noch nie aufeinander. Die grossen Geschichten hatten sie bekanntlich an anderen Turnieren geschrieben. Die grösste wohl in Wimbledon 2008. Jener Final zwischen Federer und Nadal ist für viele das «grösste Tennisspiel der Geschichte». Nach fast fünf Stunden und etlichen Wendungen gewann Nadal mit 6:4, 6:4, 6:7, 6:7, 9:7. Oder da sind jene Geschichten aus Paris, wo Federer den Spanier zwischen 2006 und 2011 viermal im Final forderte – und viermal scheiterte.

«Zuerst durch die erste Woche kommen»

Wer hat diese Woche die Nase vorn? Das Startspiel spricht für den Spanier. Er hatte vorgestern Nacht gegen den Serben Dusan Lajovic beim 7:6, 6:2, 6:2 nur im ersten Satz Mühe. Federer hingegen musste gegen den Amerikaner Frances Tiafoe über fünf Sätze antreten. Der Schweizer war danach aber guter Dinge: «Es könnte Gold wert sein, dass ich so kämpfen musste», sagte er. Seine Rückenprobleme seien in den vergangenen Tagen immer kleiner geworden. «Ich bin ins Turnier gestartet mit der Hoffnung, aber auch im Wissen, dass alles besser wird von jetzt an.»

Wohl morgen in einer Woche fände der Halbfinal zwischen Federer und Nadal um die Weltnummer eins statt, sollten beide durchhalten. Zunächst aber wartet der Russe Michail Juschni auf Federer. Gegen den 35-Jährigen (ATP 101) konnte der Schweizer bislang stets gewinnen. Nadal spielt in der nächsten Runde gegen den Japaner Taro Daniel (ATP 121). Schon vor dem Turnier sagte Federer: «Zuerst muss ich durch die erste Woche kommen. Erst dann wird es interessant.»

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