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Den Puck vor 3000 Leuten geführt

Valentin Senn aus Romanshorn hat mit dem Team Schweiz am weltweit grössten Eishockeyturnier für 13-Jährige in Québec teilgenommen. Er schaffte es als einziger Thurgauer in die gesamtschweizerische Auswahl.
Ralf Rüthemann
Valentin Senn, hier im Trikot der Pikes, hat jetzt internationale Erfahrung auf dem Eis vorzuweisen. (Bild: pd)

Valentin Senn, hier im Trikot der Pikes, hat jetzt internationale Erfahrung auf dem Eis vorzuweisen. (Bild: pd)

EISHOCKEY. Reto Schäppi von den ZSC Lions ist Valentin Senns Cousin und gleichzeitig sein grösstes Vorbild – zusammen mit Roman Josi, der bei den Nashville Predators in der NHL spielt. Der 13jährige Romanshorner Valentin Senn hat seit wenigen Wochen ebenfalls internationale Erfahrung vorzuweisen. Mit der Schweiz durfte er in Québec, Kanada, am weltweit grössten Eishockeyturnier für 13-Jährige teilnehmen. Um in dieses Kader aufgenommen zu werden, musste er ein langes Selektionsverfahren durchlaufen. Am Ende war er der einzige Thurgauer Junior, der es in die gesamtschweizerische Auswahl geschafft hat.

Im Halbfinal ausgeschieden

Die Schweiz kam am Turnier in Québec bis in den Halbfinal. Dort scheiterten die jungen Schweizer Talente an einem Team aus Québec. «Es hatte schon auch Mannschaften aus Europa, aber die meisten kamen aus der Umgebung», erklärt Valentin. Das tollste Erlebnis für ihn war das Spiel in der Multifunktionsarena Vidéotron, die eine Kapazität von gut 18 000 Zuschauern hat und erst im September 2015 eröffnet wurde. Zwar war das Stadion beim Spiel der Schweiz logischerweise längst nicht gefüllt, aber mit 3000 Zuschauern erhielten die 13jährigen Eishockeyspieler trotzdem eine riesengrosse Aufmerksamkeit. «Es pusht und motiviert, wenn man vor so vielen Leuten spielen kann. Aber es ist auch ein wenig seltsam», sagt Valentin. «Denn wenn man einen Fehler macht, seufzen auf einmal so viele Leute.»

Auf die ganzen zwei Wochen verteilt zog das Juniorenturnier insgesamt 220 000 Zuschauer an. Der hohe Stellenwert von Eishockey in Kanada hat Valentin imponiert. Auch seine Mutter Brigitte Senn, die mitgereist ist, war überwältigt. «Eishallen hat es dort überall. Sogar in einem Einkaufscenter hatte es mittendrin eine Eishalle.»

«One team, one dream»

Der junge Verteidiger hatte keine Mühe, sich im Team Schweiz mit neuen Kollegen auf dem Eis zu verstehen. «Wir mussten uns zuerst aneinander gewöhnen, aber das ging gut.» Um sich zu motivieren, schrien die jungen Eishockeyspieler jeweils «One team, one dream» vor jedem Spiel. Das gefiel Valentin. Auch bei den Pikes-Moskitos, bei denen er momentan spielt, motivieren sich die Junioren mit einem «Schlachtruf», wie Valentin sagt, und zwar mit «Let's go Pikes». Als Erinnerung an die einmalige Erfahrung in Québec hat Valentin ein ganzes Etui voll mit Pins der anderen Mannschaften, die er sich im Tauschhandel mit Pins des Schweizer Teams geholt hat.

Seit Kindergarten auf dem Eis

Valentins nächstes Ziel ist der Sprung in die U15-Auswahl. «Natürlich möchte ich später einmal Profi-Eishockeyspieler werden. Aber wenn ich es nicht schaffe, ist das auch kein Weltuntergang», sagt Valentin, der schon seit dem Kindergarten auf dem Eis steht. Was er beruflich machen möchte, weiss der Sechstklässler noch nicht genau. Doch zumindest die Richtung, in die es gehen soll, weiss er: «Ich denke, ich möchte weiter in die Schule gehen. Denn bei einer Lehre ist es schwieriger, weiterhin Sport zu machen.»

Valentin Senn Eishockeyspieler (Bild: Ralf Rüthemann)

Valentin Senn Eishockeyspieler (Bild: Ralf Rüthemann)

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