Den Erfolg auf seine Seite geholt

Im vierten Turnier mit Tiger Woods' früherem Caddie erringt Adam Scott in Akron seinen grössten Sieg. Der Australier gehört nun am Major-Turnier in Atlanta zu den Favoriten.

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Linienwahl: Adam Scott im Zusammenspiel mit Tiger Woods früherem Caddie Steve Williams (links). (Bild: ap/Amy Sancetta)

Linienwahl: Adam Scott im Zusammenspiel mit Tiger Woods früherem Caddie Steve Williams (links). (Bild: ap/Amy Sancetta)

Golf. Der 31jährige Adam Scott hatte schon siebenmal auf der amerikanischen Tour gewonnen, aber weder eines der vier Major-Turniere noch wie jetzt einen Anlass der hochdotierten World Golf Championship. Im US-Bundesstaat Ohio distanzierte der Australier auf dem Par-70-Kurs nun die lückenlos vertretene Weltelite um vier und mehr Schläge. Dies dank einer makellosen Schlussrunde von 65 Schlägen. Nach drei Runden hatte Scott nur einen Schlag Vorsprung auf das 19jährige japanische Ausnahmetalent Ryo Ishikawa und seinen australischen Landsmann Jason Day.

Auch der Caddie ein Sieger

Ganz speziell war Scotts Erfolg aber auch für seinen Caddie. Steve Williams konnte sich nach dem Turnier denn auch einige spitze Bemerkungen gegen seinen langjährigen Chef Tiger Woods nicht verkneifen. Demonstrativ sagte Williams, der Sieg mit Scott sei der befriedigendste seiner Karriere. Dies, obwohl er zuvor schon bei 145 Erfolgen seiner Spieler assistiert hat. «Die Fans waren unglaublich. Es war die grossartigste Woche meines Lebens als Caddie, und ich meine das ehrlich.» Auf die Fragen von Journalisten wiederholte Williams, wie sehr es ihn getroffen habe, nach einer so langen Zeit von Woods entlassen zu werden. «Ich war in den zwölf Jahren immer loyal zu dem Burschen.»

Williams erwähnte indessen nicht, dass er hauptsächlich dank Woods immensem Können vielfacher Millionär geworden war. Auch in Akron verdiente der 48jährige Neuseeländer aber nicht schlecht. Zehn Prozent von Scotts Siegerchecks in Höhe von 1,4 Millionen Dollar, soll Williams erhalten haben. Da nehmen sich die 58 500 Dollar, die Woods für seinen 37. Platz erhielt, geradezu bescheiden aus.

Woods zeigt sich ermutigt

Woods lag am Ende 18 Schläge hinter Sieger Scott. Die ehemalige Weltnummer eins musste sich eingestehen, dass er bei seinem Comeback nach 14wöchiger Verletzungspause noch längst nicht die alte Form erreicht hatte. Dennoch sei er für die US PGA Championship, an der er seinen 15. Major-Titel anstrebt, «absolut ermutigt».

In den Favoritenkreis für das letzte Major-Turnier des Jahres hat sich mit seinem ausgezeichneten Auftritt in Akron aber auch Sieger Scott gespielt. Im Atlanta Athletic Club trifft der Australier, der jedes Jahr ein paar Wochen in seiner Ferienwohnung in Crans-Montana verbringt, ab Donnerstag erneut auf die aktuell besten Spieler. So beendete die Nummer eins der Weltrangliste, der Engländer Luke Donald, das Turnier in Ohio schlaggleich mit dem Amerikaner Ricky Fowler auf Rang zwei. Donald brauchte für die Schlussrunde lediglich einen Schlag mehr als Scott. Einige Putts hätten an den beiden ersten Tagen auch fallen könne, so Donald, dann hätte es sogar noch besser ausgesehen. «Ich nehme aber sehr viel Positives mit nach Atlanta.» (red./si)

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