Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Wer stoppt die Bayern?
Die Bundesligavereine im Porträt

Bayern München lanciert gegen Hoffenheim die neue Saison. Wer kann dem Serienmeister gefährlich werden? Die 18 Mannschaften auf einen Blick.
Spieler des FC Bayern München bejubeln am Boden den Supercup-Sieg gegen Frankfurt. (Bild: Ronald Wittek/EPA)

Spieler des FC Bayern München bejubeln am Boden den Supercup-Sieg gegen Frankfurt. (Bild: Ronald Wittek/EPA)

Augsburg

Jahr für Jahr galt der FC Augsburg in der Bundesliga als Abstiegskandidat Nummer eins. Nun geht der Verein bereits in die achte Saison in Serie. Auch wenn die Augsburger stets selbstironisch mit ihrer Rolle umgingen, in dieser Spielzeit wollen sie mehr. «In der Hinrunde haben wir auf einem Niveau gespielt, das für mehr reicht», sagt Captain Daniel Baier. Dieses gelte es nun 34 Spieltage zu halten. Allerdings kämpft Augsburg mit akutem Stürmermangel. Sowohl Topskorer Alfred Finnbogason als auch Neuzugang Julian Schieber verpassen den Saisonstart. (ibr)

Bayern München

Alles andere als die siebte Meisterschaft für Bayern München wäre eine grosse Überraschung. «Dieses Gen, das satt macht, fehlt in unserer DNA», sagt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Die Mannschaft geht ohne grosse Mutationen in die neue Saison. Leon Goretzka und Serge Gnabry stehen dem Abgang von Arturo Vidal gegenüber. Die gewichtigste Änderung fand derweil auf der Trainerbank statt: Niko Kovac übernimmt von Jupp Heynckes. Der Kroate gab den Tarif bereits durch: Die Vorbereitung fiel deutlich intensiver als üblich aus. (ibr)

Bremen

Der Verein will sich endlich wieder einmal für den Europacup qualifizieren. Hoffnungsträger ist Coach Florian Kohfeldt. Der 35-Jährige gilt als Traineraufsteiger der Bundesliga. Aber Bremen hat auch kräftig ­investiert, mehr als 20 Millionen Euro nahmen die Norddeutschen für Transfers in die Hand. Der Club hat nicht nur den bald 40-jährigen Claudio Pizarro zurückgeholt, sondern auch mit der Verpflichtung von Davy Klaassen, der für rund 14 Millionen Euro vom FC Everton kam, auf sich aufmerksam gemacht. Schlüsselspieler bleibt Captain Max Kruse. (pl)

Dortmund

Dortmund will mit dem neuen Trainer Lucien Favre die vergangene Saison ­vergessen machen. Zwar gelang dem Team dank Rang vier die Qualifikation für die Champions League, aber der Rückstand auf das zweitklassierte Schalke betrug acht Punkte. Um wieder ­erster Herausforderer der Bayern zu werden, hat Dortmund 70 Millionen Euro investiert. Mit Axel Witsel und Thomas Delaney ­kamen zwei Leaderfiguren. Die Goaliepositionen sind mit den Schweizern Roman Bürki und Marwin Hitz gut besetzt. Manuel Akanji hofft auf einen Stammplatz. (pl)

Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf gehört zu jenen Mannschaften, die zwischen der 1. und der 2. Bundesliga pendeln. Doch nun will man in Düsseldorf das Image des Liftteams ablegen. «Wir sind gekommen, um zu bleiben. Fortuna gehört auf Dauer in die oberste Liga», sagt Vorstandschef Robert Schäfer. Doch dem Aufsteiger sind mit einem Etat von 33 Millionen Euro finanzielle Grenzen gesetzt. Hoffnungs­träger ist Neuzugang Marvin Ducksch, der in der vergangenen Saison mit 18 erzielten Treffern Torschützenkönig wurde – in der 2. Bundesliga. (ibr)

Frankfurt

Adi Hütter kam nach dem Meistertitel mit den Young Boys mit Vorschusslorbeeren nach Frankfurt. Schon bevor die Saison begonnen hat, ist er in Bedrängnis. Gegen die Bayern verlor Cupsieger Frankfurt im Supercup 0:5, gegen den 4.-Liga-Club Ulm gab es im Cup eine 1:2-Niederlage. Holt sich Hütter nun Hilfe bei seinen ehemaligen Spielern? Kevin Mbabu soll im Gespräch sein. Wettet man bei «Bet90» einen Franken darauf, dass Hütter von allen Bundesligatrainern als Erster seine Siebensachen packen muss, bekommt man nur 2.50 Franken zurück. (rst)

Freiburg

Der Liebling der Massen der Anhänger des Sportclubs Freiburg ist weder Stürmer Nils Petersen noch der in der Schweiz geborene Amir ­Abrashi, sondern Trainer Christian Streich. Der 53-Jährige fällt immer wieder durch sein Temperament, aber auch durch seinen reflektierten, zuweilen launischen Blick auf das Weltgeschehen auf. So redete er in der vergangenen Saison an einer Pressekonferenz über die Flüchtlingsthematik, die im Sorgen bereitete. Am Ende sagte er: «Jetzt haben wir wenig über Fussball geredet, aber es gibt Wichtigeres.» (ibr)

Hannover

Mit Salif Sane, Martin Harnik und Felix Klaus hat Hannover, der Club von Pirmin Schwegler, drei Teamstützen verloren. Die Neuzugänge heissen Takuma Asano, Genki Haraguchi, Walace, Bobby Wood und Kevin Wimmer. Hinter den Kulissen schwelt weiterhin der Konflikt zwischen den Anhängern und Präsident Martin Kind. Der Unternehmer will sich mit Investoren die Mehrheit an der Profiabteilung sichern. Zuletzt wurde eine Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel durch das DFL-Präsidium abgelehnt. Doch Kind zieht den Fall weiter. (pl)

Hertha Berlin

Der Club von Fabian Lustenberger beginnt die Saison mit vielen Fragezeichen. Die Berliner verzichteten auf prominente Neuzugänge und verhielten sich auf dem Transfermarkt zurückhaltend. Pascal Köpke, Lukas Klünter und der junge Niederländer Javairo Dilrosun sind beim Vorsaisonzehnten eher Perspektivspieler. Zuletzt lieh Hertha Berlin vom FC Liverpool den serbischen Mittelfeldspieler Marko Grujic aus. In Mitchell Weiser, der zu Leverkusen wechselte, verlor der Club aber einen Spieler, der nur schwer zu ersetzen ist. (pl)

Hoffenheim

Just als die TSG Hoffenheim den vorläufigen Höhepunkt ihrer Clubgeschichte erreicht hatte, kam die Hiobs­botschaft. Erfolgstrainer Julian Nagelsmann verlässt nach dem Erreichen der Champions League den Verein in der kommenden Saison in Richtung Leipzig. Der erst 31-jährige Trainer des Jahres 2016 will sich jedoch mit einem Titel verabschieden. «Ich strebe immer nach dem Maximalen. Und das Maximale ist der Titel.» So offensiv hat sich schon länger kein Bayern-Verfolger mehr geäussert. Ob den Worten Taten folgen werden? (ibr)

Leipzig

Der neue Trainer Julian Nagelsmann übernimmt Leipzig erst in einem Jahr. Die Übergangslösung heisst Ralf Rangnick, Sportchef beim Sechsten der Vorsaison. Doch Rangnick kann in Leipzig nicht verwalten. Er muss Naby Keita ersetzen, der zu Liverpool gewechselt hat, und junge Spieler vorwärtsbringen. Bei den Neuverpflichtungen von zwei 20-jährigen Verteidigern sowie dem 19-jährigen Stürmer Matheus Cunha vom FC Sion sind sich Leipzig und Rangnick treu geblieben. Sie haben in Deutschland unbekannte Talente verpflichtet. (pl)

Leverkusen

Leverkusen war noch nie Meister. Auch Tranquillo Barnetta konnte zwischen 2004 und 2012 nichts daran ändern. Wegen fünf zweiter Plätze seit 1997 und dem 1:2 im Champions-League-Final gegen Real Madrid 2002 war der Spottname geboren: Neverkusen, sagt man in England, Vizekusen in Deutschland. Alimentiert vom Pharmakonzern Bayer, hält das Team aber meist in der oberen Tabellenhälfte mit. Ein fünfter Platz war es zuletzt. Zu wenig, wenn man bedenkt, dass Leverkusen hinter Bayern und Dortmund das drittwertvollste Team der Liga stellt. (rst)

Mainz

Der Karnevalsverein Mainz steht vor einer schwierigen Mission. Diese lautet: Ligaerhalt. Denn der Fussball- und Sportverein (FSV) hat in jeder Linie den Abgang eines Leistungsträgers zu verkraften. Verteidiger Abdou Diallo, Mittelfeldspieler Suat Serdar und Stürmer Yo­shinori Muto zogen weiter. Kompensieren sollen dies junge Talente. Hoffnung gibt den Mainzern, dass Jean-Philippe Gbamin trotz eines Angebots von angeblich 35 Millionen Euro aus der Premier League gehalten wurde. Doch der Ivorer wird die Mission kaum alleine erfüllen können. (ibr)

Gladbach

Der Schweizer Club: Jörg Stiel hielt seinerzeit die Bälle für Mönchengladbach fest, Trainer Lucien Favre und Granit Xhaka prägten das Team. Und derzeit sind gleich fünf Schweizer dabei. Denis Zakaria, Nico Elvedi, Yann Sommer, Michael Lang und Josip Drmic. In diesem Sommer überragte an der Transferfront aber ein Franzose: Mittelstürmer Alassane Pléa kam für 18 Millionen Euro. Noch nie hat Gladbach mehr für einen Spieler bezahlt. Dieter Heckings Ziel muss es sein, wieder weiter vorne mitzumischen: Der neunte Rang der vergangenen Saison ist zu wenig. (rst)

Nürnberg

Was René Weiler vor zwei Jahren knapp verpasste, schaffte Trainer Michael Köllner: Den Aufstieg mit Nürnberg in die Bundesliga. Dass sich «der Club» in der Bundesliga heimisch fühlt, liegt auf der Hand. Die Süddeutschen sind nach Bayern München Rekordmeister, mit neun Titeln, wobei die meisten in den 1920er-Jahren errungen wurden. 1968 war es letztmals soweit, zuletzt war man Liftclub. Den Ligaerhalt will man unter anderem mit dem Japaner Yuya Kubo schaffen, der einst für die Young Boys stürmte. Nürnberg gilt trotzdem als
Abstiegskandidat. (rst)

Schalke

Breel Embolo steht vor einer Saison der Bewährung. Aufgrund von Verletzungen und Ungeduld konnte der 21-jährige Schweizer seit seinem Transfer von Basel in die Bundesliga im Sommer 2016 nicht restlos überzeugen. Trotzdem hat Schalke dank Rang zwei eine erfolgreiche Saison hinter sich. Nur: Eine Wiederholung dieser Leistung dürfte für das Team von Domenico Tedesco schwierig werden. Schalke hat mit Leon Goretzka und Max Meyer zwei deutsche Internationale verloren und liess Thilo Kehrer für 37 Millionen Euro zu Paris St-Germain
wechseln. (pl)

Stuttgart

Der Schuss vor den Bug kam zur rechten Zeit und gleich im ersten Pflichtspiel mit der Cup-Niederlage beim 3.-Liga-Club Rostock. Es machte sich wohl zu grosse Euphorie breit, dank geschickten Zukäufen von Sportchef Michael Reschke, und vor allem dank Trainer Tayfun Korkut, der mit den Stuttgartern vergangene Saison die zweitbeste Rückrunde hinlegte. Der Mix im Kader ist mit Routiniers wie Mario Gomez oder Talenten wie Borna Sosa ideal. Offen ist, ob Weltmeister Benjamin Pavard bleibt. So oder so müsste es für den Europacup reichen. (cbr)

Wolfsburg

Der Verein für Leibesübungen (VfL) hatte seine beste Zeit 2015/16, als er es – mit Diego Benaglio und Ricardo Rodriguez – bis in den Champions-League-Viertelfinal gegen Real Madrid schaffte. Zuletzt aber musste Wolfsburg zweimal in die Abstiegsbarrage. Vergangene Saison war unruhig, Trainer Martin Schmidt hielt sich nur kurz, Bruno Labbadia kam. Der Verein ist noch immer als VW-Retortenverein verschrien. Die Zuschauerzahlen sind bescheiden: mit knapp 30 000 pro Spiel befindet sich Wolfsburg unter den letzten vier der Liga. (rst)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.