Den Ansprüchen der 1. Liga nicht genügt

Fussball. Nach vier Jahren steigt Herisau aus der 1. Liga ab. Die Ausserrhoder unterliegen dem FC Brugg in einem niveauarmen Spiel 0:1. Die Aargauer erreichen damit die Barrage gegen den Drittletzten der Gruppe 2.

Lukas Pfiffner
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Einziger Torschütze war der aufgerückte Stadelmann kurz vor der Pause mit einem sehenswerten Flachschuss im Anschluss an einen Konter über die rechte Seite. Rund 500 Zuschauer, so viele wie nie zuvor in der nun zu Ende gegangenen Saison 2007/08, hatten sich bei Gratiseintritt auf dem Sportplatz Ebnet eingefunden. Die Partie verlief allerdings arm an Ereignissen. Auf vernünftigem 1.-Liga-Niveau präsentierten sich weder Herisau noch Brugg. Das Spiel war von Nervosität und technischen Fehlern geprägt. Die Gastgeber blieben seit dem Sieg in Kreuzlingen zum fünftenmal in Folge ohne Punkt – und ohne Tor. «Wir haben ja vieles probiert, sind gelaufen. Aber nach vorne waren wir zu sehr wenig fähig», sagte Captain Peter Eugster. Die Appenzeller blieben in Ansätzen stecken; jenseits der Mittellinie war ihnen Harmlosigkeit zu attestieren.

Herisau hatte unter Spielertrainer Giuseppe Gambino das Herbstprogramm nur auf dem viertletzten Platz abgeschlossen; die verjüngte Mannschaft fiel seit der Winterpause unter dem Trainerduo Andreas Alder/René Brandenberger auf den letzten Platz zurück. Zu viele Spieler brachten noch nicht oder bei weitem nicht mehr ihre besten Leistungen. Einer der wenigen Routiniers, der ehemalige Wiler Mordeku, blieb fast die ganze Saison hindurch ohne nennenswerten Einfluss in der Offensive, auch vorgestern.

«Wir werden in den nächsten Tagen die Frage des Traineramtes und die Zusammensetzung des Kaders ausführlich diskutieren», sagte Präsident Marc Wäspi. Ob der Verein weiter mit Alder und Brandenberger zusammenarbeiten werde, sei noch offen. Brugg, das den zweiten 1:0-Sieg innert Wochenfrist feierte, tritt gegen Zofingen, den Drittletzten der Gruppe 2, zur Barrage an. Der Sieger bleibt in der 1. Liga.

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