«Den Abstiegskampf annehmen»

Auf Erik Regtop folgt beim SC Brühl Uwe Wegmann. Der deutsche Trainer weiss, was es heisst, gegen den Abstieg zu spielen. Nach einer mehrmonatigen Pause wird er schon morgen das erste Mal an der Seitenlinie der Brühler stehen.

Tim Naef
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Uwe Wegmann Neuer Trainer des SC Brühl (Bild: pd)

Uwe Wegmann Neuer Trainer des SC Brühl (Bild: pd)

FUSSBALL. Nach dem Saisonstart mit nur vier Punkten aus neun Spielen in der Promotion League ist Erik Regtop als Trainer des SC Brühl am Montag entlassen worden. Gestern wurde nun der ehemalige Bundesligaprofi Uwe Wegmann als neuer Cheftrainer vorgestellt. Der Deutsche wird sein erstes Spiel als Trainer der St. Galler bereits morgen auswärts gegen die Old Boys absolvieren.

In der Schweiz bekannt

Zuletzt trainierte Wegmann den USV Eschen-Mauren, mit dem er 2012 den Liechtensteinischen Cup gewann und damit die Europa-League-Qualifikation erreichte. Seine erste Station als Trainer war der FC Vaduz, mit dem er in der Saison 1999/2000 den Aufstieg in die Challenge League feierte.

Während seiner aktiven Karriere spielte Wegmann unter anderem für Bochum und Kaiserslautern. In 214 Bundesligaspielen erzielte er dabei 52 Tore. Dazu war er in der Saison 1993/94 bester Torschütze in der 2. Bundesliga und gewann mit Kaiserslautern 1996 den Deutschen Pokal. Ein Jahr darauf wechselte Wegmann das erste Mal in die Schweiz. Zum zweijährigen Engagement beim FC Lugano kam es durch einen ehemaligen Spieler-Freund, der damals ebenfalls bei den Tessinern unter Vertrag stand.

Klassenerhalt als Ziel

Mit Wegmann scheint Brühl seinen Wunschkandidaten für den vakanten Trainerposten gefunden zu haben. SC-Brühl-Präsident René Hungerbühler sagt: «Uwe Wegmann erfüllt zu 100 Prozent unsere Anforderungen. Er hat Erfahrungen im Abstiegskampf, ist taktisch hervorragend geschult und überaus diszipliniert.» Wegmann sagt, er habe nicht lange überlegen müssen, ob er das Angebot annehmen soll. «Die Anfrage hat mich sehr gefreut, ich kenne den SC Brühl als Club mit einem tollen Publikum.»

Gestern trainierte Wegmann die Mannschaft zum ersten Mal. Eine zu kurze Zeit, um bis zum morgigen Spiel taktische Änderungen vornehmen zu können. Er müsse erst einmal die Spieler kennenlernen um sich ein eigenes Bild über die gesamte Mannschaft zu machen, sagte er gestern. Erst dann werde er Veränderungen vornehmen.

Langfristig sieht der 50-Jährige den Klassenerhalt als primäres Ziel. Doch zu Beginn sei es wichtig, von Spiel zu Spiel zu denken. «Unumgänglich ist es, dass die Spieler den Abstiegskampf annehmen und als Team zusammenrücken.» Das erste Heimspiel im Paul-Grüninger-Stadion wird Wegmann mit dem SC Brühl dann am Sonntag in einer Woche bestreiten.