Dem Derby fehlt die Spannung

Das Derby zwischen Andwil-Arnegg und Amriswil ist eine einseitige Angelegenheit. Zu überlegen war der Leader der NLA in der Turnhalle Ebnet, als dass sich die Andwiler Chancen auf einen Satzgewinn hätten ausrechnen können.

Leonz Eder
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Andwils Thürlemann (links) versucht gegen Amriswil zu punkten. (Bild: Sam Thomas)

Andwils Thürlemann (links) versucht gegen Amriswil zu punkten. (Bild: Sam Thomas)

Volleyball. Vor zwei Jahren, beim 3:2-Auswärtssieg der Thurgauer, kam noch Derbystimmung in Andwil auf. Diese fehlte am Samstag sowohl auf den Zuschauerrängen als auch auf dem Spielfeld. Zu kompakt und überlegen trat der NLA-Leader Amriswil auf. Zu stark wog die Absenz des verletzten André Kraft bei Andwil-Arnegg. Die Zuschauer klatschten bei der Vorstellung der Spieler, auch bei den eigenen, nur wenig. «Die Einsicht, dass der Ausgang der Partie sowieso schon sicher sei, schien vorzuherrschen», sagte Amriswils Libero Adrian Rutishauser und fügte bei: «Uns ist es trotz der eindeutigen Ausgangslage gelungen, konzentriert zu bleiben. Weil der Gegner nur wenig Überraschungsmomente bot, kamen wir nie in Bedrängnis und profitierten zudem von individuellen Fehlern der Fürstenländer.» Amriswil, das unter der Woche in Ankara gespielt hatte, war froh, dass es nach der Partie im Europacup nicht gleich gegen einen Spitzenclub der Liga antreten musste.

Sehr viele Eigenfehler

Bei den Fürstenländern tönte es hinterher ähnlich. «Wir sind nie richtig ins Spiel gekommen. Die Voraussetzungen waren mit dem Fehlen von André Kraft zu ungünstig», sagte Mathias Keller. Die Amriswiler seien von A bis Z zu übermächtig gewesen, so dass gar keine Stimmung aufkommen konnte, weder im Team noch unter den Zuschauern. Acht Servicefehler in Serie im zweiten Satz und sehr viele weitere Eigenfehler sprechen eine deutliche Sprache. «Wir haben es dem Gegner selber leicht gemacht», sagte Keller weiter. Vereinzelt gab es im Derby allerdings auch sehenswerte Aktionen zu beklatschen. So zum Beispiel im dritten Satz, als Amriswils Block zwei Angriffe abwehrte, der dritte Versuch von Ledergerber jedoch zum Punkt für Andwil-Arnegg führte.

Neue Mittelblockerin

Die Amerikanerin Kim McConaha, welche Volley Toggenburg verstärkt, konnte am Sonntag in Biel bereits eingesetzt werden. Nach nur zwei Trainings fehlte es aber verständlicherweise noch an der Abstimmung. «In den ersten beiden Sätzen spielten wir nicht gut, doch der dritte Spielabschnitt, den wir 25:23 gewannen und der vierte, der knapp 24:26 verloren ging, stimmen mich positiv», sagte Trainer Marcel Erni. Die Toggenburgerinnen wirkten nach der Pause viel stabiler. «Darauf können wir aufbauen und uns optimal auf die Spiele gegen jene Teams vorbereiten, die in unserer Reichweite liegen», sagte Erni.

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