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So geht die Tour de France in die zweite Woche

Die Tour de France nimmt Formen an. Auf der Etappe über die Pavé-Abschnitte von Paris–Roubaix wurde das Klassement zwar weniger heftig durchgeschüttelt als erwartet. Ein paar Konturen zeichnen sich dennoch ab.
Tom Mustroph, Roubaix
Fährt nach der ersten Tour-Woche im Maillot jaune: der Belgier Greg van Avermaet. Bild: Kim Ludbrook/Keystone (Roubaix, 15. Juli 2018)

Fährt nach der ersten Tour-Woche im Maillot jaune: der Belgier Greg van Avermaet. Bild: Kim Ludbrook/Keystone (Roubaix, 15. Juli 2018)

ester von den Favoriten ist Co-Captain Geraint Thomas vom Team Sky. Der Waliser fuhr so unauffällig, wie ein Klassementfahrer sich übers Pavé bewegen sollte, und kam inmitten des 29 Fahrer umfassenden Hauptfeldes ins Ziel. Thomas ist mit 43 Sekunden Rückstand auf den Leader Greg van Avermaet Gesamtzweiter, hat aber etwa eine Minute Vorsprung vor den echten Klassementkonkurrenten. Die liegen teilweise sehr dicht gepackt beieinander. Gleich acht Klassementanwärter – vom Spanier Alejandro Valverde über Titelverteidiger Chris Froome und Ex-Toursieger Vincenzo Nibali bis zum Niederländer Tom Dumoulin – liegen jetzt auf den Plätzen 5 bis 15 im Abstand von nur 32 Sekunden. Deutlicher zurück sind der Franzose Romain Bardet und die Kolumbianer Nairo Quintana und Rigoberto Uran.

Die Podiumsbegleiter Froomes bei der letzten Tour waren die Hauptpechvögel des Tages. Bardet ereilte das erste Mal zwischen dem ersten und dem zweiten Pflastersteinabschnitt ein Defekt. Er musste viel Kraft aufwenden, um wieder vorn aufzuschliessen. Kaum war er dran, streikte erneut das Velo. Er verlor 34 Sekunden.

Froome kann sich auf das Zeitfahren verlassen

Bei Uran summierte sich das Defizit an diesem Tag sogar auf 1:55 Minuten. Er war gemeinsam mit dem Spanier Mikel durch einen Sturz aufgehalten worden. Dem Vize-Captain von Movistar wurden aber schnell drei Begleiter zur Seite gestellt. Er kam deshalb gemeinsam mit Bardet ins Ziel.

Selber gestürzt war Chris Froome. Der Titelhalter schwang sich aber schnell aufs Velo und fand problemlos Anschluss. Überhaupt machte die Sky-Truppe auf nicht von ihr favorisiertem Terrain einen sehr geschlossenen und souveränen Eindruck. Das lässt auf Dominanz auch in den Bergen schliessen.

Sky liegt nun im Vorteil. In den Alpen dürfte Thomas automatisch ins gelbe Leibchen schlüpfen. Froome liegt nahe bei seinen wichtigsten Rivalen. Er kann sich auf das Zeitfahren verlassen. Dort ist er allen anderen überlegen. Wie man ihn kennt, hat er sich aber auch schon eine Etappe ausgesucht, bei der er den Angriff sucht. Vermutlich eher in den Pyrenäen – die Berge dort liegen ihm mehr.

Gar nicht mehr dabei ist Richie Porte. Der BMC-Captain schied durch einen Sturz noch weit vor dem ersten Abschnitt mit den gefürchteten Pflastersteinen aus. Der Australier sass als Häufchen Elend am Strassenrand, hielt sich die schmerzende Schulter und liess die Tränen nur so fliessen. Tränen des Schmerzes mischten sich mit Tränen der Enttäuschung. Dem Teammotto, «Riding for Andy», also Rennen fahren für den verstorbenen Patron Andy Rihs, kann aktuell wohl nur noch Gesamtleader Avermaet gerecht werden. Der Belgier war in der entscheidenden Dreiergruppe des Tages, unterlag da aber dem Roubaix-Sieger von 2015, dem Frankfurter John Degenkolb. Der stieg als Phönix aus der Asche einer bislang missratenen Saison.

Tour de France 9. Etappe, Arras–Roubaix (156,5 km): 1. Degenkolb (GER) 3:24:26. 2. Van Avermaet (BEL). 3. Lampaert (BEL), beide gleiche Zeit. 4. Gilbert (BEL) 0:19 zurück. 5. Sagan (SVK). 6. Stuyven (BEL). 7. Jungels (LUX), alle gleiche Zeit. 8. Greipel (GER) 0:27. 9. Boasson Hagen (NOR). 10. Dupont (BEL). 11. Kristoff (NOR). – Ferner: 13. Gaviria (COL). 16. Thomas (GBR). 18. Valverde (ESP). 19. Dumoulin (NED). 22. Froome (GBR). 23. Nibali (ITA). 24. Quintana (COL), alle gleiche Zeit. 35. Landa (ESP) 0:34. 36. Bardet (FRA), gleiche Zeit. 59. Uran (COL) 1:55. 70. Küng (SUI), gleiche Zeit. 81. Dillier (SUI) 5:47. 83. Schär (SUI). 85. Van Garderen (USA), beide gleiche Zeit. 140. Frank (SUI) 16:09. – 169 gestartet, 167 klassiert. – Aufgegeben (nach Stürzen): Porte (AUS), Rojas (ESP). – Nicht gestartet: Martin (GER).

Gesamtklassement: 1. Van Avermaet 36:07:17. 2. Thomas 0:43. 3. Gilbert 0:44. 4. Jungels 0:50. 5. Valverde 1:31. 6. Majka (POL) 1:32. 7. Fuglsang (DEN) 1:33. 8. Froome 1:42. 9. Yates (GBR). 10. Landa, beide gleiche Zeit. – Ferner: 12. Nibali 1:48. 13. Roglic (SLN) 1:57. 15. Dumoulin 2:03. 17. Bardet 2:32. 21. Quintana 2:50. 22. Uran 2:53. 23. Sagan 3:08. 30. Van Garderen 6:05. 48. Küng 13:50. 53. Degenkolb 15:44. 69. Frank 21:22. 103. Dillier 29:18. 137. Schär 41:20.

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