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Debakel statt EM-Qualifikation für Schweizer Handballerinnen

Die Schweizerinnen wollten sich mit einem Heimsieg gegen Kroatien erstmals eine EM-Teilnahme sichern. Das Spiel vor der Rekordkulisse in Sursee wurde allerdings zu einem Albtraum.
Stephan Santschi
Die Enttäuschung ist gross. (Bild: Marc Schuhmacher/fresh focus)

Die Enttäuschung ist gross. (Bild: Marc Schuhmacher/fresh focus)

Brutal. Anders kann die Lektion, welche die Schweizerinnen am Mittwoch in der Surseer Stadthalle kassiert haben, nicht umschrieben werden. Gleich mit 16:33 mussten sie sich von Kroatien deklassieren lassen – eine schallende Ohrfeige, welche die Hoffnungen auf die erstmalige EM-Teilnahme in Schall und Rauch aufgehen lässt. Nie war das Schweizer Nationalteam auf der Höhe des Geschehens, in allen Belangen war ihnen der Gegner überlegen. Bereits in der ersten Halbzeit war der Auftritt sichtlich nervös, angesichts des 8:13-Rückstands zur Pause war ein positives Ergebnis aber immer noch möglich.

Das sollte sich dann nach dem Seitenwechsel rasch ändern. Kroatien spielte seine grössere Routine und die bessere Physis gnadenlos aus. Sinnbildlich war die 1,94 Meter grosse Rückraumspielerin Camila Micijevic, die jede ihrer Konkurrentinnen um mindestens einen halben Kopf überragte. Nach 45 Minuten lagen die Schweizerinnen bereits zweistellig hinten (12:22), phasenweise war ihr Auftritt gar mitleiderregend. "Was Kroatien heute spielte, war auf europäischem Toplevel. Der Unterschied zur Schweiz ist gross", sagt Trainer Martin Albertsen und hielt eine Hand auf Brusthöhe und die andere Richtung Decke.

Nun wartet Europameister Norwegen

Die Schweizerinnen sind damit wieder hart auf dem Boden der Realität gelandet. Nach den beiden überraschenden Siegen im März gegen die Ukraine war man sich zwar weiterhin der Aussenseiterrolle bewusst. Und doch rechnete sich die SHV-Auswahl Chancen auf den historischen Coup aus. Mit dem Druck, mental wie körperlich, waren sie vor der Rekordkulisse (1725 Zuschauer) indes heillos überfordert. Die nächste Lektion ist derweil bereits anberaumt: Am Samstag gastiert die Schweiz zum Abschluss der EM-Qualifikation bei Europameister Norwegen. "Für unsere Entwicklung bringen solche Spiele sehr viel", findet Trainer Albertsen. Seit seinem Amtsantritt im Februar hat er für einen grossen Aufschwung gesorgt – am Mittwoch ist er aber wie seine Spielerinnen, zumindest vorübergehend, entzaubert worden.

Schweiz – Kroatien 16:33 (8:13)

Stadthalle, Sursee. – 1725 Zuschauer (Rekord für ein Heimspiel des Schweizer Frauen-Nationalteams). – SR Vranes/Wenninger (Ö). – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 6-mal 2 Minuten plus rote Karte für Jezic (56./3-mal 2 Minuten) gegen Kroatien. – Schweiz: Brütsch/Schüpbach; Weigelt (5/5), Hodel (2), Lisa Frey (2/1), Gautschi (1), Murer (2), Noëlle Frey (1); Traber, Wick, Wyder, Albrecht (1), Matter (2), Decurtins, Ineichen. – Bemerkungen: Schüpbach pariert Penalty von Blazevic (17./4:7). Kapitanovic pariert Penalty von Lisa Frey (18./4:7).

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