Davos siegt im Schongang

Kein aufregendes NLA-Spiel liefern sich Leader Davos und Rapperswil-Jona. Die Bündner ziehen bereits im ersten Drittel auf 3:0 davon und gewinnen am Ende gegen die St. Galler problemlos 5:2.

Drucken

EISHOCKEY. Nicht die üblichen Verdächtigen erzielten diesmal die Davoser Tore im Spiel gegen Rapperswil-Jona. Mauro Jörg traf nach acht Minuten zum 2:0 und 65 Sekunden nach dem ersten Rapperswiler Treffer zum 4:1.

Bereits in der sechsten Minute hatte Dario Simion das Skore eröffnet. Und in der 19. Minute gelang dem jungen Simon Kindschi das erste NLA-Tor zum 3:0. Diese drei Akteure sind alle in Davos unter Trainer Arno Del Curto aufgeblüht. Jörg gelangen in den ersten anderthalb Monaten der Saison schon acht Tore, vorher waren es in sechs Saisons in der NLA nie mehr als fünf. Und auch Simion markierte schon sieben Treffer, nachdem ihm in seinen ersten vier Saisons in Lugano nie mehr als drei Treffer gelungen waren.

Kindschi seinerseits war vorher in Kloten bloss einmal in der NLA eingesetzt worden. Nach dem ersten Abschnitt schaltete Davos zurück und forcierte das Tempo nur noch nach den Rapperswiler Toren. Auch nach dem 2:4 durch Niklas Danielsson dauerte es weniger als drei Minuten, bis der Dreitoreabstand wieder hergestellt war. Damit brachte Davos den neunten Heimsieg im neunten Heimspiel mit bloss drei Ausländern, weil Marcus Paulsson verletzungshalber nicht mittun konnte.

Bern im Hoch

Auch Titelverteidiger ZSC Lions vermochte Bern nicht zu stoppen. Das 4:2 war der fünfte Sieg in Serie für die Gastgeber. Berns Trainer Guy Boucher legt grossen Wert auf Disziplin. Und dies zahlt sich immer mehr aus. Nachdem die Berner in den ersten elf Saisonpartien 37 Gegentore kassiert hatten, musste Berns Goalie Marco Bührer in den letzten fünf Spielen nur noch sechsmal hinter sich greifen.

Die Basis zum Sieg legten die Berner im ersten Drittel mit einem überragenden Powerplay. Im ersten Überzahlspiel benötigte das Heimteam bloss 26 Sekunden, um durch Tristan Scherwey in Führung zu gehen. Im zweiten Powerplay dauerte es 52 Sekunden, bis Christoph Bertschy das 2:0 gelang. Der erstmals für das Schweizer Nationalteam aufgebotene Bertschy hatte bereits beim 1:0 seinen Stock im Spiel gehabt und hat nun in fünf Spielen in Serie gepunktet.

Zwar verloren die Berner im Mitteldrittel etwas den Faden und mussten zweimal den Anschlusstreffer hinnehmen; beim 1:2 in der 27. Minute durch Roman Wick, der mit einem herrlichen «Buebetrickli» seinen zehnten Saisontreffer erzielte. Im Schlussdrittel hielt die Defensive Berns aber dicht, obwohl der ZSC dem Ausgleich mehrmals nahe stand. 27 Sekunden vor dem Ende machte Martin Plüss mit einem Schuss ins leere Tor alles klar – die ZSC Lions hatten trotz Unterzahl ihren Torhüter ersetzt. Damit gewann in diesem Duell zum sechsten Mal hintereinander das Heimteam.

Zug standesgemäss

Derweil revanchierte sich Zug mit einem 5:1-Heimsieg im «Gotthard-Derby» gegen Ambri-Piotta für das 1:2 im ersten Saisonduell in der Valascia. (si)

Aktuelle Nachrichten