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DAVIS CUP: Eine Pleite und ein Effort

Im Auf-/Abstiegsplayoff zwischen der Schweiz und Weissrussland ist nach dem ersten Tag alles offen. Nach einem Fehltritt von Leader Henri Laaksonen steht es 1:1.
Marco Chiudinelli, der Oldie im Team, hält die Schweiz im Rennen. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Biel, 15.9.2017))

Marco Chiudinelli, der Oldie im Team, hält die Schweiz im Rennen. (Bild: Urs Lindt/Freshfocus (Biel, 15.9.2017))

Marco Chiudinelli, der nominellen Nummer 2, ist es zu verdanken, dass der Auftakt der Davis-Cup-Begegnung gegen Weissrussland in Biel vor nur 800 Zuschauern nicht im totalen Fiasko für die Schweiz gipfelte. Der 36-jährige Basler glich mit 6:3, 4:6, 6:4, 6:3 gegen Dimitri Schyrmont zum 1:1 aus, nachdem Henri Laaksonen mit einer Dreisatzniederlage gegen Jaroslaw Schyla einen kompletten Fehlstart hingelegt hatte. Wie wichtig sich der Ausgleich im Vergleich mit dem weissrussischen Aussenseiter erweisen könnte, unterstreicht die Historie: Nur zehn Mannschaften gelang es auf höchster Stufe in der über 100-jährigen Geschichte, sich aus einem 0:2 zu befreien – der Schweiz noch nie. Gegen das favorisierte weissrussische Doppel mit der ehemaligen Weltnummer 1 Max Mirnyi droht der Schweiz nun am Samstag zwar ein erneuter Rückstand. Doch in den Einzeln am Schlusstag wäre auch bei diesem Szenario der Ligaerhalt möglich, zumal Schyrmont gegen Chiudinelli zusehends angeschlagen wirkte. Der 28-Jährige liess sich im Lauf der Partie unter anderem vom Captain Wladimir Woltschkow massieren und Eis auf die Oberschenkel legen.

Laaksonen lethargisch ins Verderben

Bei Laaksonen, den beim 4:6, 2:6, 6:7 (3:7) gegen Jaroslaw Schyla nach eigenem Bekunden keinerlei körperliche Beschwerden beeinträchtigten, ist eine Steigerung Pflicht. Sichtlich nieder­geschlagen beantwortete der 25-Jährige die Frage, was schiefgelaufen sei, mit einem «Alles». Auch vermisste Severin Lüthi den nötigen Biss. «Er ist manchmal zu ruhig», befand der Team-Captain. Auch seine grösste Stärke, die Fitness, konnte Laaksonen in den 104 Minuten nicht ausspielen. Was er und Lüthi aber nicht erwähnten, ist, dass sein Gegner bedeutend besser spielte, als es von einer Weltnummer 390 erwartet werden konnte. Bei den wichtigen Punkten war der Weissrusse stets auf der Höhe. Auch deshalb gelang Laaksonen kein Break.

Chiudinelli fitter als sein jüngerer Gegner

Im Gegensatz zu Laaksonen wurde Chiudinelli seiner Favoritenrolle gerecht. Gegen den im Ranking 71 Positionen hinter ihm auf Platz 333 geführten Schyrmont agierte er mit mehr Emotionen als zuvor Laaksonen, was sich auf das Publikum übertrug. «Für solche Matches spielst du Tennis», sagte er hinterher. Beharrlich spielte Chiudinelli sein Spiel und sorgte damit dafür, dass seinem acht Jahre jüngeren Gegenüber allmählich die Körner ausgingen. «Zu sehen, dass der Gegner kämpft, gab mir Zuversicht.» Hält der Team-Oldie seine Pace am Sonntag, könnte er im gehobenen Sportler-Alter in seinem 21. Davis-Cup-Happening einen Abschied nach Wunsch erleben. Zwar hat Chiudinelli seinen Rücktritt nicht offiziell verkündet, zwischen den Zeilen ist aber zu vernehmen, dass der körperliche Verschleiss an ihm nagt. Lüthi dürfte morgen wiederum auf Laaksonen und Chiudinelli setzen. Wen er heute im Doppel aufstelle, habe er noch nicht endgültig entschieden. Debütant Luca Margaroli scheint als Doppelspezialist wahrscheinlich, neben ihm ist Adrian Bodmer gemeldet. Bis eine Stunde vor Spielbeginn sind Änderungen möglich. (sda)

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