«Das Ziel ist eine Einzelmedaille»

Der 28jährige Thurgauer Daniel Hubmann wird an der Orientierungslauf-WM Medaillenkandidat sein. Er läuft den Sprint, die Langdistanz und in der Staffel mit.

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Hubmann hat sich gut vorbereitet. (Bild: swiss orienteering)

Hubmann hat sich gut vorbereitet. (Bild: swiss orienteering)

Daniel Hubmann, mit welchen Zielen gehen Sie an die WM in Frankreich?

Daniel Hubmann: Ich habe wie immer grosse Erwartungen, wenn ich an die WM gehe. Das Ziel ist, eine Einzelmedaille zu gewinnen. Mit der Staffel wollen wir auch eine Medaille holen.

Welches werden die schärfsten Konkurrenten sein?

Daniel Hubmann: Im Sprint werden die Schweizer die grössten Konkurrenten sein. In der Langdistanz sind der Franzose Thierry Gueorgiou und die Norweger die grössten Konkurrenten.

Das Gelände in Frankreich gilt als sehr schwierig. Können Sie das noch etwas ausführen?

Daniel Hubmann: Es ist ein sehr ruppiges Gelände – felsig mit vielen Steinen. Auch am Boden hat es viele Steine, Karststeine. Dazu ist die Vegetation sehr dicht. Und es hat eine Art Mikrorelief, es geht ständig rauf und runter. Man kann nie einfach einmal flach laufen und entspannen. Man muss ständig aufpassen, und jeder Fusstritt muss plaziert sein. Man muss den ganzen Lauf über konzentriert bleiben.

Wie kommen Sie selber mit dem Gelände zurecht?

Daniel Hubmann: Ich habe sehr viel investiert, und im WM-Trainingslager Ende Juli hatte ich ein wirklich gutes Gefühl. Ich fühlte mich sicher. Ich habe gemerkt, dass ich das Gelände langsam im Griff habe und weiss, auf was ich achten muss. So sollte ich die Posten sauber anlaufen können.

Welche Ihrer Stärken kommt bei diesen schwierigen Bedingungen besonders zum Tragen?

Daniel Hubmann: Konzentrationsfähigkeit ist gefragt, und das beherrsche ich normalerweise ganz gut – vor allem wenn es wichtig wird. In den Trainings passiert es mir noch oft, dass ich einen Hänger habe und suche dann auch einmal einen Posten. Aber wenn es zählt, kann ich mich zusammenreissen und eine Stunde konzentriert laufen. Das wird sich hoffentlich auszahlen.

Was dürfen wir vom Schweizer Team an den WM erwarten?

Daniel Hubmann: Wir haben ein sehr starkes Team und gehören deshalb überall zu den Medaillenanwärtern. Aber in diesem Gelände kann auch vieles passieren. Es wird sicher Überraschungen geben, und es ist nicht gesagt, dass es in jedem Rennen eine Schweizer Medaille geben wird.

Interview: Sascha Rhyner

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