Das Warten hat ein Ende

Zehn Jahre dauerte es, bis Real Madrid und Manchester United in der Champions League wieder aufeinandertreffen. Heute im Achtelfinal-Hinspiel im Bernabeu-Stadion ist es so weit.

Ueli Zoss
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Cristiano Ronaldo wird auch heute ein Schlüsselspieler sein. (Bild: ap/Andres Kudacki)

Cristiano Ronaldo wird auch heute ein Schlüsselspieler sein. (Bild: ap/Andres Kudacki)

FUSSBALL. Besonders Real Madrids Trainer José Mourinho fiebert der heutigen Partie gegen Manchester United entgegen. «Das ist das Spiel, auf das die Welt wartet», sagt der Portugiese euphorisiert. Er hat recht: Die Champions-League-Affiche lässt nichts zu wünschen übrig. Beide Teams spielten zuletzt in Topform. Was den Marktwert der Spieler betrifft, schwingt die Begegnung im Vergleich zu den übrigen Achtelfinals weit obenaus. Die Erfolge der beiden Trainer suchen ebenfalls ihresgleichen. Reals Mourinho holte in zehn Jahren zwanzig Trophäen, Manchesters Alex Ferguson deren 48 in 39 Jahren.

Real triumphierte zuletzt mit 6:5

Allzu häufig sind sich die beiden Teams in der Königsklasse noch nicht begegnet. Der bislang letzte Vergleich datiert aus der Saison 2002/03. Real Madrid kam in den Viertelfinals mit dem Gesamtskore von 6:5 weiter. Mourinho und Ferguson verstehen sich trotz aller Rivalität gut und beschenken sich gegenseitig hie und da mit einer guten Flasche Rotwein. Es ist überliefert, dass Weinkenner Ferguson über die erste Kostprobe, die ihm sein Amtskollege überreichte, nicht eben erfreut war. Darauf brachte ihm Mourinho eigens einen sehr teuren Wein aus Portugal mit.

Ist Ronaldo zu stoppen?

Gut zu sprechen auf Ferguson ist auch Cristiano Ronaldo. Überhaupt hat Real Madrids Starspieler seine Zeit bei Manchester United in bester Erinnerung. «Ich habe dort alles gewonnen und den Fussball am meisten genossen», sagt Ronaldo. Mit 182 Toren in 179 Spielen ist er inzwischen der beste Torschütze in der Vereinsgeschichte der Madrilenen. Am vergangenen Samstag realisierte er seinen 18. Hattrick im Dress von Real. Ihn unter Kontrolle zu bringen, gehört heute zu den Schlüsselaufgaben von Manchester United. «Man muss ihn mit so vielen Spielern wie möglich decken», sagt Abwehrchef Rio Ferdinand und lacht. «Im Ernst: Real ist so stark, dass man immer und überall verteidigen muss.»