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Das Warten auf die Initialzündung

Die erste Mannschaft des FC Gossau durchlebt eine schwierige Phase in der 1. Liga. Auch ein Trainerwechsel brachte bisher keinen Erfolg. Präsident Carlo Troisi hofft auf die Wende.
Ives Bruggmann
Gossaus Captain Daniel Bruggmann im Zweikampf mit Flavio Peter vom FC Wettswil-Bonstetten. (Bild: Podo Gessner (Gossau, 26. März 2019))

Gossaus Captain Daniel Bruggmann im Zweikampf mit Flavio Peter vom FC Wettswil-Bonstetten. (Bild: Podo Gessner (Gossau, 26. März 2019))

Fünf Niederlagen in Serie. Die Verantwortlichen des Fussballclubs Gossau hätten sich bestimmt einen besseren Start des neuen Trainers Daniel Bamert gewünscht. Kürzlich folgte ­zudem die Meldung, dass der Übungsleiter nicht über den Sommer hinaus weitermacht. Zu sehr absorbiere ihn die Doppelbelastung als Leiter des Update-Fitnesscenters in Gossau und als 1.-Liga-Trainer.

Präsident Carlo Troisi beschwichtigt: «Es war von Anfang an abgemacht, dass wir vorerst nur bis im Sommer zusammenarbeiten. Neu ist jedoch, dass es ab der neuen Saison definitiv nicht mit Bamert als Trainer weitergeht.» Diesen Entscheid habe ihm Bamert so mitgeteilt mit dem Wunsch, dies auch nach aussen zu kommunizieren. «Es ist zwar schade, dass er nicht weitermacht, ich finde es aber fair, dass er bereits jetzt kommuniziert hat», sagt Troisi. Denn schliesslich müsse auch die neue Saison geplant werden. Am liebsten natürlich eine weitere Spielzeit in der 1. Liga. Daraus macht der Präsident kein Geheimnis. Im Vorstand seien sie grundsätzlich der Meinung, dass die erste Mannschaft in die 1. Liga gehöre. «Das ist unser Anspruch. Dafür sprechen die Grösse des Vereins, das Einzugsgebiet, die Juniorenabteilung und die Sponsoringmöglichkeiten.» Und dennoch muss sich der Vorstand auch mit dem Szenario eines Abstiegs in die 2. Liga interregional beschäftigen. «Alles andere wäre schlicht nicht professionell.»

Gambino nach sechs Jahren entlassen

Für die erfolgsverwöhnten Goss­auer, die in den vergangenen Jahren stets an der Spitze der 1. Liga mitmischten und zweimal die Aufstiegsspiele erreichten, ist nun erst einmal Abstiegskampf angesagt. «Wir müssen jetzt alle Kräfte bündeln», sagt Troisi, der aber der Situation auch Positives abgewinnen kann. «Immerhin geht es um etwas. Das ist mir fast lieber, als im Mittelfeld herumzudümpeln.» Doch eines ist sicher: Gewohnt ist man in Gossau diese Tabellenlage nicht.

Ende Oktober hatte die Vereinsleitung Trainer Giuseppe Gambino nach sechs Jahren entlassen. Sportchef Thomas Kugler übernahm interimistisch bis zum Ende der Vorrunde. Im Dezember verkündete der Verein dann, dass Bamert ab Januar übernehme. «Wir sind überzeugt von seiner Arbeit», sagt Troisi. Die Leistungen gegen teils sehr gute 1.-Liga-Teams seien in Ordnung gewesen. Nur: «Die Resultate fehlen.» Der Präsident hofft, dass es in den kommenden Partien wieder bergauf geht. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt lediglich zwei Punkte. «Ich warte auf die Initialzündung.» Die nächste Gelegenheit bietet sich den Gossauern morgen im Heimspiel gegen den Tabellendritten Eschen/Mauren.

Es zählt nicht nur die erste Mannschaft

Auch wenn das Aushängeschild des Vereins den eigenen Ansprüchen hinterherhinkt: Für Troisi zählt als Präsident nicht nur die erste Mannschaft. «Wir als Verein sind seit zwei Jahren schuldenfrei und finanziell gesund.» Zudem zähle die Juniorenabteilung mit Teams in der höchsten Klasse auf jeder Stufe zu den besten der Region. Das zweite Männerteam hält sich seit Jahren konstant in der 3. Liga. Und seit einem Jahr trägt der Verein das Qualitätslabel «Sport-verein-t». Einzig die Auflösung der ersten Frauenequipe war ein Wermutstropfen für den Präsidenten. «Unser Ziel ist es aber, in Zukunft wieder zwei Aktivteams bei den Frauen anzumelden.» Dem Verein geht es also ausgezeichnet. Und dennoch wäre es nicht das Gleiche, wenn die erste Mannschaft in der 2. Liga interregional spielen würde.

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