BTV Luzern gehört am Turnfest zu den Mitfavoriten 

Ab morgen Donnerstag stehen in Aarau die Vereinswettkämpfe im Fokus. Dabei wird der BTV Luzern um den Turnfestsieg bestimmt ein Wörtchen mitreden.

Theres Bühlmann
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Man muss kein Prophet sein, um vorauszusehen, dass sich die Vorführungen des BTV Luzern im Aarauer Schachen am Samstag zu einem Publikumsmagneten entpuppen werden. Schon deshalb, weil die Luzerner zu den besten Vereinen des Landes gehören. Mehr noch, viele Fans wünschen sich nichts sehnlicher als wieder einen Turnfestsieg der Innerschweizer. Denn dieser liegt auch schon eine Weile zurück: 1991 in Luzern war es, als der BTV diese prestigeträchtige Auszeichnung zuletzt feiern konnte. Eine Auszeichnung, die einzig den Vereinen in der 1. Stärkeklasse vorbehalten ist. 1996 gewann Bern, bei den letzten drei ETF-Austragungen siegte Wettingen. In Erinnerung bleibt Wettingens Erfolg 2007 in Frauenfeld mit dem Punktemaximum von 30 Zählern. 2013 in Biel belegte der BTV Platz 2 hinter dem ewigen Rivalen aus dem Kanton Aargau.

Nun versucht Luzern, mit 54 Turnerinnen und Turnern im dreiteiligen Vereinswettkampf die Festung Wettingen zu knacken. Als erster Wettkampfteil sind die Sprünge mit 47 Turnenden an sechs Minitrampolins angesagt. «Dies wird ein Feuerwerk geben», verspricht Präsident Beni Boos. Der zweite Wettkampfteil ist den Schaukelringen vorbehalten, Barren wird als dritter absolviert. Luzern steigt gut gerüstet in diesen Showdown. Beim Tannzapfe-Cup in Dussnang Ende Mai resultierten in diesen Disziplinen Noten zwischen 9,70 und 9,83. Beni Boos verhehlt nicht, dass Resultate dieser Grössenordnung wahrscheinlich nicht zum Turnfestsieg reichen werden. «Mindestens eine Zehn muss man wohl bringen», lässt er sich zitieren. Zweimal in der Woche trainierte die Sektion. All jene, die im Einzelgeräteturnen am letzten Wochenende im Einsatz standen, haben doppelte Einheiten hinter sich. Mit Erfolg, der BTV Luzern reiste in der höchsten Kategorie 7 sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern mit Top-Ten-Plätzen nach Hause und stellt in der Person von Fabio Gasser auch den Turnfestsieger. Bei den Frauen holte sich die Schweizer Mehrkampfmeisterin Sandra Garibay Platz 2 vor Vereinskollegin Florence von Ziegler.

BTV Luzern vs. Wettingen – eine ewige Rivalität

Der Wettstreit mit Wettingen ist schon fast legendär. Die beiden Vereine bieten sich seit Jahren auch an den Schweizer Meisterschaften an den Schaukelringen und an den Sprüngen hochstehende Duelle um die Titel, und sie wechseln sich mit grosser Regelmässigkeit an der Spitze ab. Im letzten Jahr hatte der BTV mit Silber an diesen beiden Geräten das Nachsehen. «Zwischen Wettingen und uns besteht eine gesunde Rivalität», erklärte Beni Boos, der sich in Aarau als Anstösser bei den Schaukelringen betätigen wird. «Wir haben Respekt vor unseren Gegnern. Und das Schöne in der Turnerszene ist die Tatsache, dass jeder jedem den Erfolg gönnt.»

Was die Schaukelringe betrifft, fährt der BTV Luzern zweigleisig. Er bereitet sich auf die Gymnaestrada vom 7. bis 13. Juli in Dornbirn vor, und wird seine Vorführung an diesem Gerät am Schweizer Abend zeigen. Es sei ein anderes Programm und eine andere Choreografie, sagt der Präsident. Damit in Österreich alles perfekt sitzt, fanden noch zusätzliche Gymnaestrada-Trainings statt.

Zurück zum ETF und den präsidialen Zielen: «Ein Top-Fünf-Platz wäre sehr gut, ein Podestplatz das höchste aller Gefühle.» Natürlich sei es immer ein Ziel, vor Wettingen platziert zu sein, entweder in einer Einzeldisziplin oder aber im Gesamtklassement.»

Hinweis

Einsatzzeiten des BTV Luzern. Samstag,16.06: Sprünge (Sporthalle); 17.24: Schaukelringe (Reithalle); 18.30 Barren (Gerätezelt, alle Schachen Aarau).