«Das war mir viel zu kompliziert»

Nach sieben Jahren wechselt die Schweizer Nationalspielerin Lara Dickenmann von Lyon zum deutschen Meister und Champions-League-Sieger Wolfsburg. Die 29jährige Mittelfeldspielerin aus Kriens verlässt Frankreich mit sieben Meistertiteln, mindestens drei Cupsiegen sowie zwei Triumphen in der Champions League.

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Lara Dickenmann Schweizer Nationalspielerin (Bild: Stephanie Sonderegger)

Lara Dickenmann Schweizer Nationalspielerin (Bild: Stephanie Sonderegger)

Nach sieben Jahren wechselt die Schweizer Nationalspielerin Lara Dickenmann von Lyon zum deutschen Meister und Champions-League-Sieger Wolfsburg. Die 29jährige Mittelfeldspielerin aus Kriens verlässt Frankreich mit sieben Meistertiteln, mindestens drei Cupsiegen sowie zwei Triumphen in der Champions League.

Zuletzt wurde viel über Ihre sportliche Zukunft spekuliert. Wie froh sind Sie, dass der Wechsel zu Wolfsburg nun offiziell ist?

Ich bin froh, dass es nun raus ist. Denn ich bin kein Mensch, der gerne Geheimnisse hat. Viele Leute stellten mir die Frage nach meiner Zukunft, und ich konnte es nie sagen – auch weil ich es lange selbst nicht wusste. Das war mir ehrlich gesagt viel zu kompliziert, und deshalb ist es gut, dass diese Frage nun beantwortet ist.

Warum wechseln Sie zu Wolfsburg?

Nach sieben Jahren in Lyon ist es nun an der Zeit für etwas Neues. Ich denke, wenn ich vor dem Ende meiner Karriere nicht nochmals gewechselt hätte, würde ich es wohl irgendwann bereuen. Die Bundesliga, eine der besten Ligen der Welt, möchte ich unbedingt noch erleben. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung.

Wolfsburg ist genau jener Verein, gegen den Sie im Final der Champions League 2013 in London eine sehr bittere Niederlage hinnehmen mussten.

Ja, diese Niederlage war bitter, ist aber längst verdaut. Ich gehe also nicht nach Wolfsburg, um damit besser umgehen zu können. Sondern weil Wolfsburg ein professioneller Club ist und ein sehr gutes Team hat. Zudem haben mich die Verantwortlichen angefragt und wollten mich unbedingt. Sie finden, ich passe gut in ihr System. Das hat mich beeindruckt.

Wie hat Lyon auf Ihren Wechsel reagiert?

Lyon wollte mich behalten. Dass die Verantwortlichen um mich gekämpft haben, hat mich gefreut. Ich fühle mich in Lyon immer noch sehr wohl und habe alles, was ich brauche – einen guten Trainer, super Mitspielerinnen, und auch finanziell passt alles. Daher hätte es keinen Grund für einen Wechsel gegeben. Aber ich spürte, dass ich eine Veränderung brauche.

Nach dem Abschied aus Lyon starten Sie mit dem Nationalteam Mitte Mai in Magglingen direkt mit der WM-Vorbereitung, danach geht es im Juni ans Turnier nach Kanada. Wann ziehen Sie nach Wolfsburg?

Das ist alles noch ein bisschen ungewiss (lacht). Ich weiss lediglich, dass ich ab dem 12. Mai meine Wohnung in Lyon abgeben muss. Wolfsburg ist jedoch gut organisiert und wird mir beim Umzug sicherlich behilflich sein. (sde)

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