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Swiss Central Basketball: Das Unmögliche möglich machen

Im letzten Heimspiel vom Samstag (18 Uhr, Maihofhalle Luzern) geht es für Swiss Central sportlich nur noch ums Prestige. Hinter den Kulissen steht der Verein vor einer wichtigen Entscheidung.
Swiss Central Basketball in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 10. Februar 2018)

Swiss Central Basketball in der Maihofhalle in Luzern. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 10. Februar 2018)

Am kommenden Samstag will das Luzerner Team von Danijel Eric nochmals ein Zeichen setzen. Mit dem Heimsieg im Deutschschweizer Derby gegen Starwings Regio Basel kann sich das Team den 9. Platz sichern – vor den Starwings und den Pully-Lausanne Lakers. Es wäre das versöhnliche Ende einer turbulenten Saison, die geprägt war von Verletzungen, unglücklichen Niederlagen – und dem Hochseilakt, sich mit einem mehrheitlich jungen Amateurteam gegen die Profimannschaften aus der lateinischen Schweiz zu behaupten.

Während der sportliche Wettbewerb für die SCB-Spieler am Samstag zu Ende geht, steht der Vorstand des Vereins vor entscheidenden Tagen. Auch heute Donnerstag ist noch immer unklar, ob sich Swiss Central in den nächsten Tagen für eine weitere NLA-Spielzeit anmeldet oder ob der Verein nach vier Jahren in der höchsten Liga den freiwilligen Rückzug in die NLB beantragt. Hauptgrund für die Ungewissheit ist einmal mehr das Geld. Bereits vergangene Woche betonte SCB-Präsident Noldi Huber: «Wir befinden uns in der finanziell schwierigsten Zeit unserer Klubgeschichte.»

Mehr Geld, mehr Personal, bessere Strukturen

Es ist nicht neu, dass die Finanzlage bei Swiss Central angespannt ist. Auch in vergangenen Jahren kämpfte der einzige NLA-Basketballclub aus der Zentralschweiz darum, mit dem kleinstmöglichen Budget von rund 200000 Franken wettbewerbsfähig zu bleiben. Zum Vergleich: Bei der Konkurrenz sind Budgets von einer halben bis über eine Million selbstverständlich.

Kommt hinzu, dass es in Zukunft tendenziell noch mehr ­Mittel brauchen wird, um als ­Basketballclub in der NLA bestehen zu können. Bei seinen Zukunftsplanungen orientiert sich der Verband denn auch nicht an Swiss Central oder den Starwings aus Birsfelden, sondern an den Spitzenklubs aus Genf, Neuenburg oder Fribourg. Im Gegensatz zu SCB verfügen diese Vereine über professionelle Kader, vollzeitbezahlte Geschäftsstellen und TV-taugliche Hallen. All dies ist und bleibt für Swiss Central bis auf Weiteres Wunschdenken. Das weiss auch Noldi Huber. «Die Anforderungen der Liga wachsen stetig – und das nicht nur in finanzieller Hinsicht. Um das vorgegebene Tempo mitgehen zu können, brauchen wir nicht nur Geld, sondern auch mehr Personal und bessere Strukturen.»

SCB-Vorstand will am Montag entscheiden

Warum also nicht einfach einen Schritt zurückgehen und in der NLB einen Neustart wagen? «Diese Frage steht in unserem Vorstand seit einiger Zeit zur Debatte», erklärt Huber. Er betont: «Leichtfertig wird ein solcher Entscheid aber nicht gefällt.» Klar ist: Sollten die Mittel nicht in den kommenden fünf Tagen generiert werden können, steht dem Verein ein freiwilliger Rückzug bevor. «Das wäre insbesondere deshalb bitter, weil SCB in dieser Saison zahlreiche Nachwuchsspieler ans NLA-Niveau heranführen konnte», so Huber. In keinem anderen NLA-Verein kommen junge Schweizer auf mehr Spielminuten als bei Swiss Central. «Die erfolgreiche Förderung von Talenten aus der Zen­tralschweiz und der erweiterten Region spricht für die Arbeit unserer Coaches und für die Idee hinter Swiss Central – und das ganz egal, in welcher Liga wir nächstes Jahr spielen werden», betont Huber.

Der SCB-Präsident, der schon bei der Vereinsgründung vor zehn Jahren dabei war, macht kein Geheimnis daraus, das ihn ein «Zwangsabstieg» schmerzen würde. Noch ist es nicht so weit. «Wir werden auch in den verbleibenden Tagen alles tun, um unseren Spielern und ihren Fans Spitzenbasketball in der Region zu ermöglichen – und vielleicht doch noch das scheinbar Unmögliche möglich zu machen.»

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