Das unfertige Geschenk

Elf Millionen Besucher erwarten die Organisatoren an den Olympischen Spielen. Viele davon werden zu den Wettkämpfen in den Olympic Park im Osten Londons pilgern. Dort werden Medaillen im Schwimmen, BMX oder Landhockey vergeben.

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epa03313253 Workers prepare the grounds outside Olympic Stadium at the base of the ArcelorMittal Orbit sculpture made largely out of recycled steel and incorporating in a creative interpretation the five Olympic Rings into its design, as last minute preparations are in full swing for the opening less than a week away of the London Olympics 2012, in London, Great Britain, 21 July 2012. EPA/BARBARA WALTON (Bild: BARBARA WALTON (EPA))

epa03313253 Workers prepare the grounds outside Olympic Stadium at the base of the ArcelorMittal Orbit sculpture made largely out of recycled steel and incorporating in a creative interpretation the five Olympic Rings into its design, as last minute preparations are in full swing for the opening less than a week away of the London Olympics 2012, in London, Great Britain, 21 July 2012. EPA/BARBARA WALTON (Bild: BARBARA WALTON (EPA))

Elf Millionen Besucher erwarten die Organisatoren an den Olympischen Spielen. Viele davon werden zu den Wettkämpfen in den Olympic Park im Osten Londons pilgern. Dort werden Medaillen im Schwimmen, BMX oder Landhockey vergeben. Das wichtigste Stadion ist das Olympiastadion, wo heute abend die Eröffnungsfeier und später die Leichtathletik-Wettbewerbe stattfinden. Auch das Olympische Dorf ist Teil des Parks.

Geschlossene Läden

Noch sind im 250 Hektar grossen Gelände aber nur spärlich Besucher zu sehen. Die freiwilligen Helfer sind weitgehend arbeitslos, die Läden geschlossen. Und nicht nur das. Denn an vielen Orten wird noch fleissig gearbeitet. Handwerker verlegen Kabel, bauen Gerüste zusammen oder schütteln einfach nur den Kopf. Unschwer zu erkennen, dass der Park einen Tag vor der Eröffnung der Olympischen Spiele noch nicht so weit ist, wie er sein sollte.

Vorher ein Industriegebiet

Dass am Park während der gesamten Dauer der Spiele gearbeitet wird, ist wohl historisch bedingt. Schliesslich war das Land, auf dem der Park in den vergangenen sechs Jahren errichtet wurde, vorher ein Industriegebiet. Nach den Spielen werden einige Anlagen wieder abgebaut, der Rest wird lokalen Sportvereinen zur Verfügung stehen. Und spätestens nach den Olympischen Spielen muss der Park auch fertig sein. Denn zu Ehren der Queen wird er in Elizabeth Park umbenannt. Und die britische Königin sollte man schliesslich nicht mit unfertigen Dingen beschenken.

Markus Zahnd, London