Nachgefragt
«Das Regiomasters ist unsere wichtigste externe Einnahmequelle» – was die Absage des grössten Hallenturniers für den FC Fortuna bedeutet

OK-Präsident René Bühler über die Folgen für den Anlass.

Interview: Ives Bruggmann
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Das Regiomasters in der Kreuzbleiche hat bereits 30 Mal stattgefunden.

Das Regiomasters in der Kreuzbleiche hat bereits 30 Mal stattgefunden.

Michel Canonica
OK-Präsident René Bühler

OK-Präsident René Bühler

Bild: Benjamin Manser

An diesem Wochenende hätte das 31. Regiomasters des FC Fortuna in der Kreuzbleichehalle stattfinden sollen. Doch das grösste Hallenfussballturnier der Ostschweiz musste aufgrund der Coronapandemie abgesagt werden.

Die vergangenen 30 Jahre bildete das zweite Januarwochenende den Abschluss einer intensiven Zeit für Sie als OK-Präsident des Regiomasters. Wie werden Sie die freie Zeit in diesem Jahr verbringen?

René Bühler: Es wird sicher ungewöhnlich sein. Ich hatte noch nie ein so ruhiges letztes Quartal wie im Jahr 2020. Das Turnier haben wir ja bereits Ende Oktober aufgrund der düsteren Aussichten abgesagt. Trotz allem werden wir in kleiner Runde mit einer guten Flasche Wein auf das Regiomasters und dessen Zukunft anstossen.

Das Turnier findet also weiterhin statt?

Das Regiomasters wird weiter bestehen. Der Termin für das Jahr 2022 ist bereits fixiert: 9. und 10. Januar. Wir hoffen, dass wir die 31. Ausgabe dann auch durchführen können.

Durch die Absage des Turniers 2021 fehlen auch dem Verein, dem FC Fortuna, wichtige Gelder.

Das Regiomasters ist für den FC Fortuna die wichtigste externe Einnahmequelle. Die Gewinne, die wir jeweils erwirtschafteten, können wir nun nicht machen. Dies führt aber gleichzeitig auch zum erfreulichsten Punkt dieser Absage: Alle Sponsoren und Matchballspender haben uns dennoch unterstützt. Ob mit dem gesamten oder einem Teilbetrag. Und das ohne Gegenleistung. Das hat uns gerührt und gleichzeitig motiviert, weiterzumachen.

Es gibt auch die Möglichkeit, für ausgefallene Anlässe Gelder vom Bund zu beantragen. Werden Sie das tun?

Das haben wir noch nicht entschieden. Wir sind gerade daran, die Ausfälle zu errechnen. Fakt ist, sämtliche Kategorien waren trotz angespannter Coronalage ausgebucht. Zudem war das Regiomasters stets ein gut besuchter Anlass.

Konnten Sie durch die frühe Absage im Oktober einen noch grösseren finanziellen Schaden abwenden?

Zu diesem Zeitpunkt im Oktober wurden die Massnahmen gegen das Coronavirus vom Bundesrat verschärft. Deshalb war es abzusehen, dass eine Durchführung des Turniers nicht realistisch gewesen wäre. In der Tat konnten wir uns so einige kostenintensive Posten wie den Druck des Turnierprogramms einsparen.

Wann beginnen die Planungen für das Regiomasters 2022?

Die erste Sitzung findet jeweils nach den Sommerferien im August statt. Wir hoffen, dass sich bis dahin die Lage ein wenig entspannen wird.

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