Das Schweigen soll ein Ende haben

Noch diese Woche will der NLA-Absteiger Rapperswil-Jona informieren, wie es in Zukunft weitergehen soll. Zur Debatte stehen Positionen in der Geschäftsleitung wie auch der Trainerposten. Interimscoach Michel Zeiter hat seine Demission bekanntgegeben.

Matthias Hafen
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EISHOCKEY. In Rapperswil-Jona herrscht derzeit Funkstille. In den knapp zwei Wochen seit dem Fall in die NLB war vom St. Galler Club nichts mehr zu vernehmen – ausser, dass immer mehr Spieler das sinkende Schiff verlassen. Mit Sven und Nils Berger, Flavio Schutz, Benjamin Neukom, Nicolas Thibaudeau, Ivars Punnenovs, Nils Berger, Stefan Hürlimann, Dan Weisskopf und Cyrill Geyer kehrten dem Absteiger schon neun Akteure den Rücken. Gestern bestätigte Verwaltungsrat Konrad Müller auch noch, dass Interimstrainer Michel Zeiter nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Der Zürcher, der für die letzten Partien der Ligaqualifikation vom Assistenten zum Chefcoach befördert wurde, verzichtet freiwillig auf ein weiteres Engagement am oberen Zürichsee.

Sigg/Rogenmoser ohne Zukunft

Während über die Nachfolge von Zeiter beziehungsweise dessen Vorgänger Anders Eldebrink spekuliert wird, scheint sich die Lage in der Clubführung zu klären. Rapperswil-Jonas Verwaltungsrat hat für diese Woche ein Mediencommuniqué angekündigt, in dem «personelle Entscheide verkündet werden», wie Verwaltungsrat Müller sagt. Konkret dürfte es dabei um die Zukunft von Geschäftsführer Roger Sigg und Sportchef Harry Rogenmoser gehen. Beide werden den Club voraussichtlich verlassen müssen. Sigg berief sich gestern in einem hastigen Telefongespräch zwischen zwei Sitzungen auf seinen Arbeitsvertrag, der bisher noch nicht aufgelöst worden sei. Dieser beinhaltet eine Kündigungsfrist von sechs Monaten – ebenso wie Rogenmosers Kontrakt.

Rogenmoser will nicht reden

Er sei derzeit stark damit beschäftigt, ein schlagkräftiges Team für die NLB-Saison 2015/16 zusammenzustellen, sagte Sigg. Sportchef Rogenmoser mochte das Telefon gar nicht erst beantworten und rief trotz Anfrage auch nicht zurück. Ein Zeichen, dass seine Zeit in Rapperswil-Jona abgelaufen ist.