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Das sagt Roger Federer zum Halbfinal-Duell gegen Rafael Nadal

Roger Federer steht zum 13. Mal in den Wimbledon-Halbfinals. Dort trifft er zum 40. Mal auf seinen Erzrivalen Rafael Nadal. Aber erstmals seit elf Jahren und dem historischen Final am 6. Juli 2008 duellieren sich die beiden wieder in Wimbledon.
Simon Häring, Wimbledon

Von 2006 bis 2008 spielten Roger Federer und Rafael Nadal drei Mal in Folge im Wimbledon-Final gegeneinander. Zweimal gewann Federer, das letzte Duell ging in die Geschichtsbücher ein. Nach 4:48 Stunden und um 21:17 Uhr Ortszeit besiegte Nadal Federer mit 6:4, 6:4, 6:7, 6:7, 9:7 und beendete damit dessen sechsjährige Ungeschlagenheit in Wimbledon.

Ein Jahr später kam das Buch «Strokes of Genius» – Geniestreiche –heraus. Auf dessen Basis entstand später auch ein fast zweistündiger Dokumentarfilm. Bis heute gilt der Wimbledon-Final 2008 als bestes Spiel der Tennis-Geschichte. Doch es war auch das letzte Duell der beiden Erzrivalen beim wichtigsten Turnier der Welt. Nun, 4021 Tage oder eine halbe Ewigkeit später, kommt es am Freitag in den Halbfinals zum Wiedersehen. Was Roger Federer an der Medienkonferenz sagte:

Roger Federer, nach elf Jahren kommt es in Wimbledon wieder zum Duell mit Rafael Nadal. Hätten Sie damals gedacht, dass es so lange dauern würde, bis Sie hier wieder auf ihn treffen?

Sicher nicht. Wir haben ja damals drei Finals in Folge gegeneinander gespielt. Da ist es logisch, dass man denkt, dass es bald wieder passieren würde. Mein Leben hat sich seither verändert. Es hat ein neuer Abschnitt begonnen, seit ich Vater geworden bin. Bis zu einem gewissen Grad bin ich ein anderer Mensch geworden. Dazu bin ich nun über 30 Jahre alt, auch das verändert dich. Ich weiss nun, wer ich bin und wo ich hin will. Mit 20 ist das anders. Es ist viel passiert seither.

Am 6. Juli 2008 besiegte Rafael Nadal Roger Federer im dritten Anlauf erstmals in einem Wimbledon-Final. (Bild: Keystone)

Am 6. Juli 2008 besiegte Rafael Nadal Roger Federer im dritten Anlauf erstmals in einem Wimbledon-Final. (Bild: Keystone)

Was ist die grösste Herausforderung, gegen Nadal zu spielen?

Ich weiss alles über Rafa. Er hat sich in den letzten Jahren auf Rasen sehr verbessert. Er spielt nicht mehr so defensiv, nimmt lieber das Zepter in die Hand. Er spielt sicher ähnlicher wie ich. Es ist auch sehr faszinierend, zu sehen, dass er sehr viel härter serviert als früher und die Punkte schneller beendet. Wir haben nun schon lange nicht mehr auf Rasen gegeneinander gespielt. Es ist beeindruckend, zu sehen, wie gesund er geblieben ist. Viele hatten ein frühes Ende prophezeit. Aber wir sind immer noch hier. Es ist schön, dass wir gegeneinander spielen.

Sie haben fünf der letzten sechs Spiele gegen Nadal gewonnen, das letzte in den Halbfinals der French Open aber verloren. Denken Sie, das hat eine Auswirkung auf das Spiel vom Freitag?

Ich glaube nicht, dass jenes Spiel von den French Open eine Auswirkung hat, nein. Es war so windig, es war einfach verrückt. Das wird sich sicher nicht wiederholen, obwohl das witzig wäre. Vielleicht habe ich noch den Australian-Open-Final 2017 im Hinterkopf, weil es das letzte Spiel über fünf Sätze war. Aber ganz ehrlich, das spielt doch keine Rolle mehr. Wen kümmert das? Es geht darum, wie er und ich hier bisher gespielt haben. Es wird auf jeden Fall schwierig. Rafa kann dir auf jeder Unterlage weh tun. Er ist dermassen gut und nicht nur ein Sandplatzspezialist.

Ihre Kinder waren ab un zu bei den Spielen. Heute nicht. Weshalb?

Weil Mirka und ich uns dachten, dass sie bei den harten Partien nicht unbedingt auch noch dabei sein müssen. Dass sie diese nicht auch noch schauen müssen, weil bei uns eine gewisse Anspannung da ist. Darum waren wir der Ansicht, dass es vielleicht besser ist, wenn sie Zuhause bleiben. Aber sie sind gerne in Wimbledon und auch bei den Spielen. Sie sind jetzt in einem Alter, in dem sie selber entscheiden sollen, ob sie kommen wollen. Der eine hat mal Lust, der andere nicht.

Das Interesse an der Arbeit des Vaters ist nicht bei allen Federer-Kindern gleich stark ausgeprägt. (Bild: Keystone)

Das Interesse an der Arbeit des Vaters ist nicht bei allen Federer-Kindern gleich stark ausgeprägt. (Bild: Keystone)

Ihre Mädchen sind seltener bei den Spielen, stimmt der Eindruck?

Die Jungs kommen lieber zum Tennis als die Mädchen früher. Die wollten manchmal nach zehn Minuten lieber wieder gehen. Darum waren sie schon früher seltener bei den Spielen. Aber auch ihnen gefällt es hier in Wimbledon sehr gut. Wir haben ein Haus gemietet, das ist anders als in einem Hotelzimmer. Du hast mehr das Gefühl, Zuhause zu sein. Und das ist für uns das Wichtigste: Dass wir uns Familie gut fühlen.

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