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Das müssen Sie über den Ruder-Weltcup 2018 in Luzern wissen

Seit einigen Tagen sind in Luzern auffällig viele hochgewachsene, athletische Menschen unterwegs. Denn: Auf dem Rotsee findet wie jedes Jahr der Ruder-Weltcup statt. Wir haben die wichtigsten Fragen zur Veranstaltung beantwortet.
Ruder-Weltmeisterin Jeannine Gmelin an den Schweizermeisterschaften vom letzten Wochenende. Jetzt geht sie aufs Ganze und will am Rotsee den Weltcup erobern (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

Ruder-Weltmeisterin Jeannine Gmelin an den Schweizermeisterschaften vom letzten Wochenende. Jetzt geht sie aufs Ganze und will am Rotsee den Weltcup erobern (Bild: Keystone/Alexandra Wey)

1. Was ist die Lucerne Regatta?
Die Lucerne Regatta ist Teil des jährlich ausgetragenen Ruder-Weltcups, der aus drei Rennen besteht. Traditionell bildet die Lucerne Regatta zeitgleich das Weltcup-Finale. Nur Olympische Spiele und Weltmeisterschaften sind prestigeträchtiger. Der Rotsee war übrigens auch je vier Mal Austragungsort von Welt- und Europameisterschaften.

2. Welche Bootsklassen gibt es?
Auf dem Rotsee wird in insgesamt 20 Bootsklassen gestartet – 10 bei den Männern, 10 bei den Frauen. In den Leichtgewichtskategorien dürfen die Männer maximal 72,5 Kilogramm, die Frauen maximal 59 Kilogramm schwer sein. Gerudert wird entweder allein (Skiff), in Zweier-, Vierer- oder Achter-Teams. Zudem wird unterschieden zwischen Riemenruderer (ein Ruder pro Person) und Skulls (zwei Ruder pro Person).

3. Wie viele Nationen nehmen teil?
Ruderer aus 37 verschiedenen Ländern sind nach Luzern gereist.

4. Wie viele Athleten sind am Start?
644 Athleten und Athletinnen verteilen sich auf 265 Boote.

5. Warum heisst der Rotsee auch «Göttersee»?
Der Rotsee ist der weltweit einzige, natürliche See mit perfekten Ruderbedingungen. Dank seiner Länge von 2,5 Kilometern bietet er sich für die Rennen, die allesamt 2000 m lang sind, gut an. Zudem liegt der Rotsee zwischen zwei Hügeln, welche vor Wind und somit auch Wellen schützen. Den Übernamen «Göttersee» erhielt der Rotsee schon in den 1960er-Jahren.

Die Ruderer sind da: Jeannine Gmelin nach dem Training. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 11. Juni 2018))

Die Ruderer sind da: Jeannine Gmelin nach dem Training. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 11. Juni 2018))

6. Wieso sind Ruderer so gross?
Die langen Beine und Arme sind für die Hebelbewegung beim Rudern sehr hilfreich. Die Athleten können ihre Ruder weiter hinten einsetzen und so längere Bewegungen machen. Die ideale Grösse liegt bei etwa 190 cm.

7. Wann ist es am spannendsten für die Zuschauer?
Der Höhepunkt jeder Regatta ist der Final der Königsklasse – des Männer-Achters. Dieser findet zum Abschluss am Sonntag um 15 Uhr statt. Bereits ab 10.05 Uhr werden die weiteren A-Finals der olympischen Bootsklassen ausgetragen. Bereits am Samstag finden ab 16.35 Uhr die A-Finals der nichtolympischen Bootsklassen statt.

8. Welche Funktionen haben die Zelte auf der Wiese vor dem Ruderzentrum?
Es sind verschiedene Zelte aufgestellt. Einige Bootsbauer, die ihre Produkte anbieten, sind vertreten. Weiter haben mehrere Nationen ihr eigenes Zelt. Dort können sie sich zwischen den Rennen zurückziehen. Zudem gibt es mehrere Verpflegungszelte für Zuschauer.

9. Wie schnell fahren die Ruderer?
Am 18. Juni 2017 hat der Deutschland-Achter die 2000 Meter in 5 Minuten, 18 Sekunden und 68 Hundertstel absolviert – das ist nach wie vor Weltrekord. Dabei war das Boot durchschnittlich mit 22,6 Kilometer pro Stunde unterwegs.

10. Warum findet der Weltcup jedes Jahr in Luzern statt?
Luzern gilt dank dem «Göttersee» als Ruder-Mekka. Zudem hat der Weltverband nichts gegen die Arbeit der Organisatoren einzuwenden. So konnte das Weltcup-Finale über die Jahre immer in Luzern stattfinden. Inzwischen ist es Tradition.

chb/jvf/cza

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