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Island: Das Märchen geht weiter

Bereits mit der WM-Qualifikation bestätigte Island, dass die Leistung an der EM in Frankreich keine Eintagsfliege war. Dennoch sind die Skandinavier Aussenseiter.
Ives Bruggmann
Aron Gunnarsson ist der bärtige Captain Islands. (Darko Bandic/AP)

Aron Gunnarsson ist der bärtige Captain Islands. (Darko Bandic/AP)

Wohl keiner Mannschaft flogen die Sympathien an der EM in Frankreich derart zu wie jener Islands. Das lag zum einen an der krassen Aussenseiterrolle – Island hat nur 334000 Einwohner. Zum anderen erlangten die Skandinavier ­Berühmtheit durch den «Huh»-Jubel mit den mitgereisten Anhängern nach den erfolgreichen Partien.

Zwei Jahre später nimmt Island an der WM in Russland bereits am zweiten grossen Turnier teil, dieses Mal als kleinster WM-Teilnehmer überhaupt. Für die stets unterschätzten Isländer ist die WM-Qualifikation eine Genugtuung. Die Nordeuropäer setzten sich in einer schwierigen Gruppe mit Kroatien, ­Ukraine, Türkei und Finnland als Gruppenerster durch. Wer nach der EM 2016 von einer Eintagsfliege sprach, sah sich getäuscht. Island setzt auch heuer in der Defensive auf ein kompaktes 4-4-2-System und vor allem auf physische Stärke. In der Offensive ist Gylfi Sigurdsson der Denker und Lenker. Der Everton-Spieler soll vor allem Stürmer Alfred Finnbogason mit Zuspielen füttern. Der Mann des FC Augsburg reist mit viel Selbstvertrauen nach Russland. Er erzielte in der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit trotz Verletzungspause zwölf Treffer. Und wenn der Motor in der Offensive doch einmal stocken sollte, bleibt immer noch Islands Spezialtrick: die langen Einwürfe des Captains Aron Gunnarsson. Mit dieser unorthodoxen Angriffsvariante lehrten die kopfballstarken Skandinavier schon einigen favorisierten Topnationen das Fürchten.

Island in Zahlen:

Einwohner: 334 000
Weltrangliste: 22.
WM-Teilnahmen: 1
Bestes WM-Ergebnis: -
Gründung Verband: 1947
Beitritt zur Fifa: 1947
Besonderheit: Seit der EM 2016 und dem Rücktritt von Lars Lagerbäck ist Heimir Hallgrimsson allein verantwortlich für das Team. Das Co-Amt des Nationaltrainers füllte ihn zuvor nicht ganz aus; er arbeitete deshalb als Zahnarzt in der eigenen Praxis.
Kader: Tor: Halldorsson (FC Randers), Schram (Roskilde), Runarsson (Nordsjaelland). Verteidigung: Saevarsson (Valur Reykjavik), Ingason (Rostow), R. Sigurdsson (Rostow), Arnason (Abderdeen), Eyjolfsson (Levski Sofia), Magnusson (Bristol), A. Skulason (Lokeren). Mittelfeld: Fridjonsson (Valerenga Oslo), A. Gudmundsson (PSV Eindhoven), J. Gundmundsson (Burnley), Bjarnason (Aston Villa), G. Sigurdsson (Everton), O. Skulason (Karabukspor), Gunnarsson (Cardiff), Gislason (Sandhausen), Hallfredsson (Udinese), Traustason (Malmö). Sturm: Sigurdarson (Rostow), Finnbogason (Augsburg), Bödvarsson (Reading). Trainer: Heimir Hallgrimsson.

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