Das Machtwort des Präsidenten: Handball-Rekordmeister spielt vor leeren Rängen

Am Mittwoch spielen die Handballerinnen des LC Brühl in der NLA gegen Thun – ohne Zuschauer.

Daniel Good
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Brühls Kreisläuferin Martina Pavic in der St. Galler Kreuzbleichehalle.

Brühls Kreisläuferin Martina Pavic in der St. Galler Kreuzbleichehalle.

Adriana Ortiz Cardozo
  • Zum ersten Mal kommt es am Mittwoch in St.Gallen zu einem Geisterspiel
  • Ab 19.30 Uhr trifft der Leader LC Brühl in der Sporthalle Kreuzbleiche in der NLA-Finalrunde auf Rotweiss Thun
  • Zuschauer werden bei der Partie der Frauen wegen des Corona-Virus keine zugegen sein
  • Im Gegensatz zum Samstag, als die Männer St.Otmars in der Kreuzbleiche vor 400 Zuschauern gegen Wacker Thun spielten

Brühls Präsident ist der Arzt Alex Zehntner. Er verfügte Ende der vergangenen Woche, dass das Heimspiel des Rekordmeisters gegen Thun ohne Publikum stattfindet. Er sagte:

«Ich bin neben meinem Amt als Präsident auch Mediziner. Deshalb stehe ich der Corona-Virus-Problematik möglicherweise mit einer etwas anderer Einstellung gegenüber als Leute aus einem anderen Umfeld.»

Man könne das als übertrieben beurteilen. «Für mich ist das aber eine der Situation angepasste Haltung. Wenn schon von Behördenseite etwas ‹wischiwaschi› kommuniziert wird, wie man sich zu verhalten habe, versuche ich als Mediziner, konsequent zu handeln», so Zehntner weiter.

Schon am Sonntag spielte der LC Brühl im Kanton Luzern gegen Nottwil ohne Zuschauer und setzte sich 30:26 durch.

Für den Mittwoch, 25. März, ist in der Kreuzbleichehalle das EM-Qualifikationsspiel der Frauen zwischen der Schweiz und der Slowakei anberaumt.