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Das Land bleibt für den EVZ noch ein gutes Stück entfernt

Der EVZ muss die erste Heimniederlage in den laufenden Playoffs einstecken. Die Stimmung in der Bossard-Arena ist dennoch gut.
Sven Aregger
13.04.2019; Zug; Eishockey National League Playoff Final- EV Zug - SC Bern; Feature, Fans Zug mit Choreographie "De Eroberigszug fortsetze" (Marc Schumacher/freshfocus)

13.04.2019; Zug; Eishockey National League Playoff Final- EV Zug - SC Bern;
Feature, Fans Zug mit Choreographie "De Eroberigszug fortsetze"
(Marc Schumacher/freshfocus)

Über den Arenaplatz fegt ein kalter Wind. Chantal Baumgartner sitzt an einem Tisch mit guter Sicht auf die Grossleinwand. Die Frau aus Rotkreuz trägt ein Trikot, das für das Zuger 50-Jahr-Jubiläum 2017 angefertigt wurde, und nimmt einen Biss von ihrer Bratwurst. Es ist 17 Uhr, noch sind es drei Stunden bis Spielbeginn. Aber Baumgartner stört das nicht. Sie ist schon am Donnerstag, als der EVZ in Bern gastierte, früh zum Public Viewing vor der Bossard-Arena gekommen, um sich einen guten Platz zu ergattern. «Die Stimmung war super, der Platz voll. Und hier lernt man immer Leute kennen, mit denen man feiern kann», sagt sie. Deshalb habe sie sich bewusst dagegen entschieden, ein Ticket für erste Final-Heimspiel zu organisieren.

Die Nachfrage nach Eintrittskarten ist gross. Vor der Abendkasse hat sich eine lange Schlange gebildet, obwohl es noch 45 Minuten dauert, bis die letzten Tickets erworben werden können. Kevin und Vanda Schnyder, ein junges Paar aus dem Kanton Aargau, stehen hinten in der Reihe. Sie nehmen es gelassen. «Wenn man ins Stadion will, muss man halt früh erscheinen», sagt Kevin. Während die Schnyders anstehen, füllen sich die Bänke beim Public Viewing. Eine Stunde vor dem Spiel gibt es kaum noch freie Plätze. Die Leute essen Pommes und trinken Bier. Einer davon ist Patrick Zurmühle, Mitglied des Fanclubs Pilatus Luzern und Saisonkartenbesitzer seit 1993. «Mehr als mein halbes Leben warte ich auf den zweiten Titel. Jetzt ist die Zeit reif, der EVZ hat einen Schritt vorwärts gemacht», sagt der 39-jährige Baarer, derweil eine Coverband vor der Leinwand alte Hits schmettert. Partystimmung.

Klatschen, hüpfen und singen

Kurz vor Spielbeginn kommen auch die Fans in der Halle auf Betriebstemperatur. Die Zuger Anhänger auf der Stehplatztribüne sind in der Klubfarbe Blau gekleidet, in einer Choreografie spannen sie Schiffe über ihre Köpfe. Auf passenden Spruchbändern stehen «Land in Sicht» und «Eroberigszug fortsetze». Die Fans klatschen, hüpfen und singen beinahe pausenlos, auch wenn die Partie nicht immer nach ihrem Wunsch verläuft. Kurz vor Ende des zweiten Drittels kochen die Emotionen über, weil die Schiedsrichter eine umstrittene Strafe gegen Zug verhängen. Becher fliegen aufs Eis, die Referees werden mit einem schallenden Pfeifkonzert in die Pause geschickt.

Die Spannung in der Halle ist fast greifbar in dieser engen Partie. Als dem SC Bern in der Verlängerung der Siegtreffer gelingt, wird es einen Moment lang ruhig beim Zuger Anhang. Der EVZ muss die erste Heimniederlage in den laufenden Playoffs einstecken. Dennoch verabschieden die Fans die Zuger Pro­tagonisten mit warmem Applaus. Und das Fazit? Das Land bleibt in Sicht, aber der EVZ ist noch ein gutes Stück davon entfernt.

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