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«Das ist für mich die schönste Anerkennung»

Nachgefragt

Der Thurgauer Kariem Hussein wurde an der Swiss Athletics Night in Ittigen bei Bern zu den Leichtathleten des Jahres gekürt.

Kariem Hussein, Sie sind von den Leichtathletik-Fans und einer Fachjury bereits zum dritten Mal nach 2014 und 2015 ausgezeichnet worden. Was bedeutet Ihnen das?

Viel. Die Wahl zeigt: Meine Leistungen werden vom Leichtathletikpublikum beachtet und geschätzt. Das ist die schönste Anerkennung, die man bekommen kann.

Sie liessen in der Wahl Dany Brand, Pascal Egli, Julien Wanders und Alex Willson hinter sich. Ausschlaggebend dafür waren wohl zwei Topleistungen: ihr erstmaliger Vorstoss in den WM-Final und die Egalisierung der persönlichen Bestzeit bei Weltklasse Zürich. Wie schätzen Sie Ihre Saison 2017 ein?

Nicht meinen Erwartungen und Wünschen entsprechend, zu wenig konstant, ein ständiges Auf und Ab. Mit dem Vorstoss in den WM-Final habe ich aber eine zentrale Zielsetzung erreicht. Rang acht hingegen enttäuschte mich. Wenn ich in einem Final laufe, dann will ich gewinnen oder zumindest ganz vorne mitmischen. Ein absoluter Höhepunkt waren die 48,45 Sekunden zum Saisonabschluss in Zürich.

Haben Sie mit grösserer Distanz zusätzliche Erkenntnisse zur WM gewonnen?

Es war nicht mein Tag. Aber auch aus solchen Erfahrungen lerne ich, und mit grösserem Abstand ist mir das auch gelungen. Ich hinterfragte mich, analysierte. Und ich bin zusammengestaucht worden. Das mag ich.

Von wem?

In erster Linie von meinem Vater.

Als entscheidenden Schritt haben Sie den Trainer gewechselt – von Ihrem langjährigen Förderer und Begleiter Flavio Zberg zum Romand Laurent Meuwly.

Diese Überlegungen habe ich mir in den Ferien nach der Saison gemacht. Ich kam zum Schluss, dass ich mit Laurent Meuwly neue Reize setzen kann.

Wie geht es nun weiter?

Ich fliege am Donnerstag ins erste Trainingslager nach Südafrika. Dort trainiere ich unter Meuwly in seiner Gruppe, der auch die WM-Fünfte Lea Sprunger angehört. 2018 sind die Europameisterschaften in Berlin das Hauptziel. Dort will ich um den Sieg mitlaufen. Vorwärtsgehen soll’s auch zeitlich. Stärker ins Zen­trum schieben möchte ich mich in den Diamond-League-Rennen. Und ebenfalls wichtig: Im Sommer schliesse ich mein Medizinstudium ab. (gg)

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