«Das ist eine grosse Ehre für mich»

EISHOCKEY. Der Österreicher Mario Kogler bleibt dem HC Thurgau auch im nächsten Jahr treu. Der Assistenztrainer hat seinen Vertrag beim B-Ligisten um ein Jahr verlängert. Zudem wartet demnächst eine grosse Aufgabe auf ihn.

Jarima Haas
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Für drei Spiele übergibt Weber (l.) das Kommando an Kogler. (Bild: Mario Gaccioli)

Für drei Spiele übergibt Weber (l.) das Kommando an Kogler. (Bild: Mario Gaccioli)

Zu Beginn der laufenden Saison hat Mario Kogler als Assistenztrainer beim HC Thurgau begonnen. Das Verhältnis zwischen ihm und Headcoach Christian Weber ist gut, die beiden harmonieren zusammen. Eine wichtige Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Daher überlegte Kogler nicht lange, als er das Angebot, seinen Vertrag um ein Jahr zu verlängern, erhielt. «Ich freue mich, dass ich diese Möglichkeit und auch das Vertrauen wieder erhalten habe», sagt Kogler, der sich gut mit Weber versteht.

Dass die Zusammenarbeit zwischen Coach und Assistent hervorragend funktioniert, zeigt auch ein Blick auf die Tabelle. Vor dem Langenthal-Match lag der Verein auf Rang acht der Tabelle und darf mit den Playoffs liebäugeln. Noch vor einem Jahr «verteilte» der HCT zu diesem Zeitpunkt seine Spieler an die übrigen NLB-Clubs, heuer ist das nicht so, im Gegenteil. «Wir haben einen grossen Schritt vorwärts gemacht. Wenn wir nun auch noch die Playoff-Qualifikation schaffen, wäre das ein grosser Bonus», meint der 26-Jährige, der aber betont, dass sich der HC Thurgau nach wie vor in einer Aufbauphase befindet und extrem viele junge Spieler hat.

Mit Druck umgehen

Auch ein Grossteil der Spieler steht dieser Chance realistisch gegenüber. Freilich würden sie sich über eine Qualifikation freuen, trotzdem wissen auch sie, dass der HCT einige Jahre immer wieder im Keller der Tabelle dümpelte. Auch abheben tun sie wegen dieser für sie bis anhin positiv verlaufenen Saison nicht. Trotzdem ist ein gewisser Druck sicherlich vorhanden. «Die jüngeren Spieler wissen nicht unbedingt, wie es ist, so knapp vor einem Playoff-Platz zu stehen. Die erfahrenen Akteure leiten sie und versuchen auch, den Druck von ihnen zu nehmen. Doch mit dem Selbstdruck muss im Endeffekt jeder selbst umgehen können», sagt Kogler, der gegenüber einer möglichen Playoff-Qualifikation nüchtern eingestellt ist. Die eigentlich entscheidende Phase bestreitet Kogler mit der Equipe des HC Thurgau allein. Headcoach Weber fährt mit dem österreichischen Nationalteam an die Olympischen Spiele nach Sotschi und ist für die letzten drei Spiele der Qualifikation abwesend. Kogler geniesst sein vollstes Vertrauen. «Das ist eine grosse Ehre und Riesenaufgabe für mich. Schliesslich übernehme ich für eine gewisse Zeit Christians Werk, das ist seine Mannschaft», strahlt der im Sternzeichen Stier geborene Wahl-Mattwiler.

Täglich in Kontakt

Während der Zeit, die Weber in Russland weilt, ist der ehemalige Eishockey-Spieler täglich mit ihm in Kontakt. Entweder per Telefon oder Skype. «Ich mache mir aber keinen Druck, auch wegen der Playoffs nicht. Ausserdem sind die Spieler mittlerweile so routiniert, dass ihnen durchaus bewusst ist, um was es geht», meint Kogler. Aber nicht nur Weber, sondern auch der Verein steht hinter dem fröhlichen Österreicher und schenkt ihm grosses Vertrauen.

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