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Kelvin Walz tritt beim EVZ in die Fussstapfen seines berühmten Vaters Wes

Kelvin Walz spielt seit dieser Saison bei der EVZ Academy. Der 25-jährige Sohn von Wes Walz ist kein typischer Perspektivspieler. Für den amerikanisch-kanadischen Doppelbürger macht Zug aber eine Ausnahme.
René Barmettler
Kelvin Walz wurde im Cup gegen das National-League-Team Genève-Servette als bester Spieler der EVZ Academy ausgezeichnet. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 21. Oktober 2018))

Kelvin Walz wurde im Cup gegen das National-League-Team Genève-Servette als bester Spieler der EVZ Academy ausgezeichnet. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 21. Oktober 2018))

«Ihr müsst euch nicht schämen, gegen dieses starke Genf mit 1:6 verloren zu haben. Kämpft weiter!» So twitterte Wes Walz am vergangenen Sonntag, als die EVZ Academy in der zweiten Cup-Hauptrunde am oberklassigen Genève-Servette scheiterte. Zur Erinnerung: Der gebürtige Kanadier ist heute 48-jährig und war 1998 einer der wichtigsten Spieler im EVZ-Meisterkader. Zwischen 1996 und 1999 spielte Walz für die Zuger. In 160 Partien markierte er 88 Treffer und 105 Vorlagen. Er hinterliess bei den Zentralschweizern einen nachhaltigen Eindruck und wurde im Frühling 2017 von den Lesern der «Zuger Zeitung» zum wertvollsten ausländischen Spieler der letzten 50 Jahre gewählt.

Damals betonte er, wie er nach wie vor mit dem Klub verbunden sei und das sportliche Abschneiden mitverfolge. Der heutige TV-Experte für die NHL-Franchise Minnesota Wild, wo er nach deren Gründung von 2000 bis 2008 spielte, kündigte im damaligen Interview an: «Ich werde voraussichtlich im Sommer für ein paar Wochen mit meinem Sohn Kelvin in die Schweiz reisen. Ich kann es kaum erwarten, nach Zug zurückzukehren.»

Erste Verhandlungen nach Legendenspiel

Im Rahmen der 50-Jahr-Feierlichkeiten war Wes Walz mit von der Partie und bestritt Anfang September 2017 das Spiel der EVZ-Legenden. Während dieses Besuchs «vererbte» er den Zugern sogleich seinen Sohn Kelvin, erste Kontakte wurden mit EVZ-Sportchef Reto Kläy geknüpft.

Der inzwischen 25-Jährige hatte diesen Sommer sein vierjähriges College-Studium abgeschlossen und ist nun bereit, als Eishockeyprofi in die Fussstapfen seines berühmten Vaters zu treten. «Es ist ein spezieller Fall», sagt Kläy. «Er passt nicht unbedingt zu unserem Beuteschema, und es ist deshalb eine Ausnahmesituation.» Kelvin Walz gilt mit seinen bereits 25 Jahren nicht mehr als Perspektivspieler, die meisten Spieler der EVZ Academy sind deutlich unter 20 Jahre jung. «Wir haben ihn wegen seiner Verbundenheit zum EVZ aufgenommen, und ich muss sagen: Ein gewisses Niveau hat er», ­erzählt Kläy. «Er ist ein guter Schlittschuhläufer, agil und bringt Speed aufs Eis.»

In der besagten Partie gegen Genève-Servette spielte Kelvin Walz im ersten Angriffsblock und wurde danach als bester Spieler der Zuger ausgezeichnet.

Den Schritt vom College-Hockey in die Schweiz bezeichnet Walz-Junior als gross. «Die Spieler sind älter und grösser. Ich will mich verbessern, darum bin ich hier.» Von der Organisation des EV Zug zeigt er sich beeindruckt: «Sie ist grossartig. Ich bin glücklich, hier zu sein und dass ich die Gelegenheit erhielt, einen Vertrag zu unterzeichnen. Bisher habe ich gute Rückmeldungen erhalten.» Auf die Frage, ob er in Zug oft auf seinen Vater angesprochen werde, kommt es wie aus der Pistole geschossen: «Sehr viel. Ich war damals fünf Jahre alt. Die Leute erzählen mir nun, wie grossartig er als Spieler war.»

Das Ausländerkontingent belastet er nicht

Kelvin selber spielt Hockey, seit er fünf Jahre alt ist. Er hat eine Schweizer Lizenz und würde das Ausländerkontingent des Zuger National-League-Teams nicht belasten. Walz selber behagt die grössere Eisfläche in Europa. «Das Spiel ist schneller, und als guter Schlittschuhläufer liebe ich das grosse offene Eis.» Das Schlittschuhlaufen und die Geschwindigkeit: Das waren auch die grossen Stärken seines Vaters.

Eine solch grosse Karriere steht ihm aller Voraussicht nicht bevor. Das Studium abzuschliessen war ihm wichtiger, als sich dem Risiko einer ungewissen Eishockeykarriere auszusetzen. Nun aber ist er bereit, alles dafür zu tun. Natürlich weiss der amerikanisch-kanadische Doppelbürger, dass der EV Zug viel unternimmt, um endlich den zweiten Titel der Vereinsgeschichte einfahren zu können. Ob Kelvin Walz dannzumal als Spieler mitfeiern wird? «Noch bin ich nicht im A-Team. Ich möchte im Augenblick dem Swiss-League-Team und der ganzen Organisation helfen, so gut ich kann. Aber klar hoffe ich, dass ich eines Tages für das A-Team auflaufen darf.»

Auf Twitter schrieb Kelvin Walz kürzlich: «Je höher du kletterst, umso schöner ist die Aussicht.» Vater Wes Walz kann ihm viel von dieser schönen Aussicht erzählen. Vielleicht bald auch umgekehrt?

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