Das entscheidende Tor fehlt: St. Otmar verliert auch das zweite Spiel der Finalrunde

St. Otmar verliert in der NLA-Finalrunde erneut. Gegen die Kadetten Schaffhausen unterliegen die St. Galler zu Hause 28:29 (14:15).

Sarina Bischoff
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Tobias Wetzel ist mit sechs Treffern St.Otmars  bester Torschütze - trotzdem reicht es nicht zum Sieg. (Bild: Michel Canonica)

Tobias Wetzel ist mit sechs Treffern St.Otmars  bester Torschütze - trotzdem reicht es nicht zum Sieg. (Bild: Michel Canonica)

Nach der Zwei-Tore-Niederlage gegen Pfadi Winterthur vor einer Woche wollte St. Otmar gegen die Kadetten Schaffhausen zeigen, dass es auch gegen die stärksten Teams der Liga gewinnen kann. Dieses Unterfangen misslang. Schon der Start verlief für St. Otmar nicht nach Wunsch. In den ersten sieben Minuten vergaben die Gastgeber drei gute Chancen und waren so schnell mit 1:4 im Rückstand. Die St. Galler wirkten im Angriff ideenlos, aus dem Rückraum kamen keine Würfe, sondern man suchte immer den Abschluss über den Flügel oder den Kreis. Nur weil das Schaffhauser Angriffsverhalten wenig druckvoll war, lagen die Ostschweizer nicht mit mehr Toren im Hintertreffen.

Erst nach einem Time-out fanden die St. Galler besser in die Partie. Plötzlich trauten sich auch die Rückraumspieler, aufs Tor zu werfen. So holten sie in der Folge auf und übernahmen beim 10:9 nach 20 Minuten erstmals die Führung. Anschliessend entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, das von statischen Angriffen und aggressiven Verteidigungen geprägt war. Jedoch konnte St. Otmar diese Leistung nicht durchgehend abrufen und bekam in Überzahl zu viele Gegentreffer. Severin Kaiser sagte:

«In Überzahlsituationen spielten wir im Angriff immer wieder gute Chancen heraus, aber in der Verteidigung wurden wir teilweise durch ungewohnte Spielzüge überrascht.»

Spannende Schlussphase

Die Schaffhauser nutzen diese Überraschungsmomente, erzielten noch zwei Tore in Unterzahl und führten zur Pause 15:14. Die zweite Halbzeit war beinahe eine Kopie der ersten. St. Otmar tat sich zu Beginn erneut schwer, ehe es doch wieder zurückfand, jedoch nie mehr die Führung innehatte. Ab der 40. Minute agierten die St. Galler vermehrt mit einem siebten Feldspieler, und Torhüter Aurel Bringolf zeigte immer mehr wichtige Paraden. Trotzdem reichte es nicht zum Punktgewinn, denn die Ostschweizer liessen zu viele Chancen aus und profitierten zu wenig von den insgesamt 20 Minuten, die sie in Überzahl bestritten. So kam es am Ende auf die letzten zehn Sekunden und den letzten Spielzug an, der jedoch nicht mit dem Ausgleichstreffer endete und damit die 28:29-Niederlage besiegelte. «Wir haben uns den Ball zuvor in der Abwehr gut erkämpft, hatten dann aber eine Sekunde oder etwas Glück zu wenig», so Kaiser.