Das Ende der «Zerstückelung»

Die kleine Sportfrage

Sergio Dudli
Drucken
Teilen

In dieser Saison gibt es in der Super League neue Anspielzeiten. Wenn am Wochenende der Ball in der höchsten Schweizer Liga wieder rollt, werden am Samstag jeweils zwei und am Sonntag drei Spiele zeitgleich angepfiffen. Weshalb?

An diesem Samstag startet der FC St. Gallen mit dem Auswärtsspiel in Lausanne in die Saison. Dabei müssen sich Spieler und Anhänger an neue Anspielzeiten gewöhnen. Während bisher am Samstag ein Spiel um 17.45 Uhr und eines um 20 Uhr ausgetragen wurde, finden nun beide Partien um 19 Uhr statt. Am Sonntag werden um 16 Uhr sogar drei Spiele gleichzeitig angepfiffen. Bisher gab es zwei Partien um 13.45 Uhr sowie das Topspiel um 16 Uhr.

Grund für diese Änderung sind die neuen TV-Verträge zwischen der Swiss Football League (SFL) und der CT Cinetrade AG (Teleclub). Durch die einheitlichen Zeiten können die Abonnenten des Bezahlsenders künftig die Partien in der Konferenz miterleben. Zudem baut Teleclub seine Berichterstattung vor und nach den Spielen mit drei neuen Sendungen aus. Das Schweizer Fernsehen zeigt derweil weiterhin ein Sonntagsspiel live. Im Anschluss daran folgt neu die Sendung «Super League – Goool» mit den Höhepunkten des Spieltags. Damit wirkt die Super League dem Trend der europäischen Topligen entgegen. Dort werden die Spieltage immer mehr «zerstückelt», um möglichst viele Spiele im lukrativen Pay-TV zu zeigen.

Sergio Dudli

Weshalb tun die das? Die Welt des Sports steckt voller kleiner Rätsel. Einigen zentralen und weniger zentralen Fragen aus der Welt der Profis geht die Sportredaktion in dieser Rubrik nach.