Das Break holen und weitersehen

St. Otmar startet heute um 19.30 Uhr auswärts in der Eishalle Deutweg gegen Pfadi Winterthur in den Playoff-Halbfinal. Die Ostschweizer sind in der Best-of-five-Serie gegen den souveränen Qualifikationssieger deutlicher Aussenseiter.

Christof Krapf
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Predrag Borkovic St. Otmar-Trainer (Bild: Urs Bucher)

Predrag Borkovic St. Otmar-Trainer (Bild: Urs Bucher)

HANDBALL. Viel spricht im Playoff-Halbfinal nicht für St. Otmar. Gegner Pfadi Winterthur hat diese Saison nur fünf von 28 Spielen verloren. Souverän zogen die Winterthurer als Leader ins Playoff ein. Die Ostschweizer sicherten sich die Qualifikation hingegen erst in der letzten Finalrundenpartie.

«Für uns spricht, dass nichts für uns spricht. Wir können ohne Druck aufspielen», sagt St. Otmar-Trainer Predrag Borkovic. In der Finalrunde hatte sein Team mit Verletzungen zu kämpfen – phasenweise stand mit Vedran Banic nur ein Linkshänder zur Verfügung. Die Lage hat sich entspannt. Ausser Mirko Milosevic, dessen Saison nach einer Knieverletzung beendet ist, trainierten zuletzt alle Spieler mit.

Brüngger sieht Pfadi im Vorteil

Trotzdem steht St. Otmar eine schwierige Aufgabe bevor. Pfadi verfügt über ein breiteres Kader als die Ostschweizer und zog schon im vergangenen Jahr in den Playoff-Final ein. «Wir sind ausgeglichener besetzt und haben im Vergleich zur vergangenen Saison viel Erfahrung gewonnen», sagt der Winterthurer Trainer Adrian Brüngger. Seit der Einführung des neuen Modus gehen die Playoffserien nicht mehr über maximal drei, sondern über fünf Spiele.

Brüngger sieht sein Team deshalb im Vorteil: «St. Otmar verfügt zwar über eine starke Stammsechs. Geht es über vier oder fünf Partien, sehe ich uns aber im Vorteil», so Brüngger.

«Fällt einer aus, wird es eng»

Auch Borkovic ist sich seines schmalen Kaders bewusst. Mit Tomas Babak, Jakub Szymanski, Marcel Engels und Banic steht St. Otmar zwar ein starker Rückraum zur Verfügung. «Fällt einer dieser Spieler aus, wird es eng», sagt der 53-Jährige. Entgegen kam seinem Team, dass der Meisterschaftsbetrieb in den vergangenen zweieinhalb Wochen wegen der Nationalmannschaftspause ruhte. Dies gab verschiedensten Spielern die Gelegenheit, Verletzungen und Blessuren auszukurieren. «Wir haben auch einige Elemente gegen Pfadis offensive Verteidigung geübt», so Borkovic. Einzig Goalie Martin Galia und Babak standen im Training nicht zur Verfügung – sie spielten mit Tschechien in der EM-Qualifikation zweimal gegen die Schweiz.

Im ersten Spiel heute um 19.30 Uhr in der Winterthurer Eishalle Deutweg will Borkovic das Break in Form eines Auswärtssieges schaffen und Pfadi unter Druck setzen. «Dann werden wir weitersehen. Niemand glaubt an uns, ausser wir selbst.»

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