«Das Bild eines Trainers»

Marcel Koller ist in Österreich gefeierter Nationaltrainer. Für eine Biographie kehrt er zurück zu den Wurzeln und lässt einen tiefen Einblick in sein Leben zu.

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«Wir denken oft und gerne zurück»: Marcel Koller (rechts), Werner Zünd (Mitte) und Othmar Gubelmann im Espenmoos. (Bild: pd)

«Wir denken oft und gerne zurück»: Marcel Koller (rechts), Werner Zünd (Mitte) und Othmar Gubelmann im Espenmoos. (Bild: pd)

FUSSBALL. Möglicherweise war der Zeitpunkt bewusst gewählt. Als Marcel Koller im Herbst mit einem österreichischen Journalisten und einer Fotografin nach St. Gallen zurückkehrt, ist es Sonntag und die Stadt fast menschenleer. So kann Koller seine Begleiter fast unbehelligt durch jene Stadt führen, die er dank des Meistertitels mit dem FC St. Gallen im Jahr 2000 in eine fast grenzenlose Euphorie versetzt hatte. «Es war eine Stimmung, euphorisch und erwartungsvoll, ein bisschen so wie jetzt in Österreich», sagt Koller, der den Schweizer Nachbarn an die EM geführt hat. Für die Biographie «Marcel Koller, die Kunst des Siegens» trifft der 55jährige Zürcher im Espenmoos seine früheren Weggefährten Werner Zünd und Othmar Gubelmann. Zünd sagt, Koller sei für ihn stets «das Bild eines Trainers» gewesen. Nebst St. Gallen besucht Koller Schwamendingen, die Ruine des Hardturm-Stadions, Köln und Bochum. Grundlage der ersten umfassenden und autorisierten Biographie sind mehrere lange Gespräche Kollers mit dem österreichischen Journalisten Hubert Patterer. Koller lässt dabei einen aussergewöhnlich tiefen Einblick in sein Leben zu. (pl)

Marcel Koller, Die Kunst des Siegens, Edition Kleine Zeitung, 304 Seiten, ca. 32 Franken.

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