Das bessere Ende für Thurgau

Nach zuletzt drei Niederlagen auf fremdem Eis kehrt Thurgau auf die Erfolgsstrasse zurück. In Olten siegt der NLB-Club 3:2 nach Penaltyschiessen.

Markus Rutishauser
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EISHOCKEY. Über weite Strecken sah es für den Tabellensechsten vor 3707 Zuschauern im Oltner Kleinholz nach der achten Niederlage im elften Auswärtsspiel aus. Die heimstarken Solothurner dominierten die Partie phasenweise überdeutlich. Der NLB-Vierte agierte in der ersten Viertelstunde hoch überlegen. Weil aber Martin Ulmer während der ersten Überzahl das weit offenstehenden Tor nicht traf und wenig später bei seinem Lattenschuss auch noch Pech beklagte, blieb der Oltner Effort unbelohnt.

14:2 Torschüsse im Startdrittel

Die Thurgauer Defensive stand sicher. Zudem spielte der erst 20jährige Nicola Aeberhard, der für den erkrankten Dominic Nyffeler zwischen den Pfosten stand, fehlerfrei. Sein Gegenüber Kevin Huber musste in den ersten 20 Minuten nur zwei Schüsse blockieren. Das Torschussverhältnis lautete 14:2 zugunsten des Heimteams.

Aeberhard stand nur 15 Sekunden nach Wiederbeginn erneut im Blickpunkt, als er eine weitere hochkarätige Chance von Oltens Topskorer Justin Feser zunichte machte. Das längst überfällige 1:0 für Olten erzielte Reto Kobach nach 32 Minuten in doppelter Überzahl, als er im Slot den Schuss von Feser ablenkte. Das Team von Christian Weber versuchte zwar zu reagieren, deutliche Ausgleichschancen blieben aber aus.

Im dritten Abschnitt musste Thurgau zuerst eine Unterzahl überstehen. Das taten die Ostschweizer nicht nur erfolgreich, sie nutzten einen Oltner Fehlpass zwei Sekunden vor Ablauf der Strafe sogar zum 1:1. Derek Damon verwertete den Konter und stellte damit den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf. Zwar reagierte Olten heftig, aber Thurgaus Goalie Aeberhard hielt weiter stark. Neuneinhalb Minuten vor Schluss war allerdings auch er machtlos, als Cyrille Scherwey zum 2:1 einschob.

2:2 fällt Sekunden vor Schluss

Doch kurz vor Schluss verloren die Oltner den Puck leichtsinnig, und Léonardo Fuhrer erzielte nur 96 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Hocheckschuss den 2:2-Ausgleich. Im Penaltyschiessen sicherten sich die Gäste den Zusatzpunkt dank Treffern seiner Nordamerikaner Damon und Evan McGrath.

Für Thurgau geht es morgen um 20 Uhr mit dem Heimspiel in Weinfelden gegen Martigny weiter. Mit einem Sieg können die Ostschweizer ihre Reserve auf Platz acht von derzeit acht Punkten weiter ausbauen.