Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Dank psychologischer Kriegsführung zu Gold

Der Unteregger Langstreckenläufer Eric Rüttimann holt im 10-km-Strassenlauf der Schweizer Meisterschaft in Uster mit 29:44 Minuten seinen ersten Titel in der Elite.
Jörg Greb
Der 26-jährige Eric Rüttimann holt in Uster seinen ersten Elite-Titel. (Bild: PD)

Der 26-jährige Eric Rüttimann holt in Uster seinen ersten Elite-Titel. (Bild: PD)

Nach neun Kilometern spielte sich die entscheidende Aktion des Männerrennens ab: eine Geste und einige knappe Worte aus dem Mund von Rüttimann. Der St. Galler wandte sich direkt an seine letzten Widersacher, indem er lautstark ankündigte: «Es war nett, mit euch zu laufen, aber jetzt ziehe ich alleine los.» Fortan erhöhte der 26-Jährige den Rhythmus und legte die Klarheit schaffenden Meter zwischen sich und Joey Hadorn, Fabian Kuert und Sullivan Brunet. Rüttimann siegte mit sechs Sekunden Vorsprung auf den Orientierungslauf-Spezialisten Hadorn und acht vor Kuert.

Von «psychologischer Kriegsführung» sprach Rüttimann später im Ziel. Damit verbunden war eine mentale Bereitschaft und Stärke. Vorgenommen hatte er sich, das Malheur von der Schweizer Cross-Meisterschaft zwei Wochen zuvor zu vermeiden. Zu früh habe er damals in Montreux attackiert. Folglich schwanden die Kräfte schon vor dem Ziel, und er musste mit Silber hinter Fabian Kuert vorlieb nehmen. Versüsst wurde die Goldmedaille durch die Zeit. Die 29:44 Minuten entsprechen nicht nur einer persönlichen Bestmarke, sondern auch dem Durchbrechen der 30-Minuten Grenze. Das hohe Tempo erstaunte sogar Rüttimann selbst.

Rätsel nach Scherrer-Silber

Spannung begleitete auch den Kampf um die Medaillen bei den Frauen. In der Endphase demonstrierte Nicole Egger ihre Überlegenheit gegenüber der Vorjahressiegerin Chiara Scherrer. Die Wilerin, letztes Jahr EM-Teilnehmerin über 3000 m Steeple und als Aufsteigerin gelobt, rätselte hinterher: «Mir fehlte auf der zweiten Streckenhälfte die Frische.» Unter diesen Voraussetzungen konnte die 23-Jährige ihre Favoritenrolle nicht umsetzen. Mit «einen schlechten Tag erwischt», umschrieb Scherrer ihr Ergebnis. Mit den 34:17 Minuten blieb sie über eine halbe Minute über ihrer Bestmarke, erzielt 14 Tage zuvor in Payerne.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.