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U20-Nationalmannschaft an der Eishockey-WM: Dank Breite zum Exploit?

Die Schweizer Junioren starten am Mittwoch mit der Partie gegen Tschechien in die U20-WM in Vancouver und Victoria. Sechs Spieler aus dem EVZ-Nachwuchs stehen im Kader.

Die Schweizer Nationalmannschaft hat im vergangenen Mai in Kopenhagen zum zweiten Mal ­innerhalb von fünf Jahren WM-Silber gewonnen. Von solchen Erfolgen können die U20-Junioren nur träumen. Die einzige WM-Medaille, eine bronzene, liegt ­bereits 20 Jahre zurück. Seither erreichten die Schweizer noch zweimal die Halbfinals, letztmals vor acht Jahren in Saskatoon, als der mittlerweile in der NHL ­etablierte Nino Niederreiter die grosse Figur im Team war.

Unter Wohlwend, der zum dritten Mal an einer U20-WM in der Verantwortung steht, erreichten die Schweizer immerhin zweimal die Viertelfinals, nachdem sie zuvor zweimal hintereinander das Playout gegen den Abstieg hatten bestreiten müssen. Vor zwei Jahren kamen sie im Viertelfinal gegen den späteren Weltmeister USA (2:3) einem Exploit nahe. Damals standen Wohlwend mit Jonas Siegenthaler und vor allem dem Nummer-1-Draft Nico Hischier zwei Ausnahmekönner zur Verfügung. Solche gibt es in der aktuellen Mannschaft nicht. «Vom Talent her ist es aber das breiteste Team, das ich je hatte», sagt Wohlwend.

Stark vertreten im Aufgebot ist der EV Zug. Die beiden Goalies Luca Hollenstein und Gianluca Zaetta figurieren ebenso im Kader wie Verteidiger Dario Wüthrich und Stürmer Sven Leuenberger. Ebenfalls aus dem Zuger Nachwuchs stammen die Defensivspezialisten Tobias Geisser und Nico Gross. Geisser, der 2017 von den Wahington Capitals gedraftet wurde, spielt bei den Hershey Bears in der AHL. Gross, ein diesjähriger Draft der New York Rangers, steht für das kanadische Juniorenteam Oshawa Generals im Einsatz. «Alle vier Linien können Tore schiessen», so Wohlwend. Allerdings wisse man auf Junioren-Stufe nie genau, wie das Niveau der anderen Mannschaften sei. Plötzlich würden Spieler «aus dem Boden schiessen». Bei den Schweizern ist diesbezüglich Verteidiger Janis Moser ein gutes Beispiel. Der 18-Jährige hat sich bei Biel zum Stammspieler entwickelt. Er weist eine Plus-7-Bilanz aus, was der drittbeste Wert bei den See­ländern ist.

Die Dänen hinter sich lassen

Das Minimalziel ist klar: der Einzug in die Viertelfinals. Dafür ist in der Gruppe A mindestens Rang 4 notwendig. Die Schweizer müssen also ein Team aus dem Quartett Tschechien, Kanada, Dänemark und Russland hinter sich lassen. Die Tschechen stuft Wohlwend als sehr stark ein, Kanada und Russland sind das ohnehin. Insofern ist ein Sieg gegen Dänemark Pflicht. Beim letzten Aufeinandertreffen an einer U20-WM vor zwei Jahren gewannen die Schweizer, nachdem es 2014 und 2015 jeweils Niederlagen gegen die Skandinavier ab­gesetzt hatte. «Die Dänen haben diesmal eine nicht so talentierte Mannschaft wie auch schon, sie spielen aber sehr aufopferungsvoll», urteilt Wohlwend.

Unterstützt wird er diesmal von Tommy Albelin, der auch im A-Nationalteam als Assistent fungiert, und von Paul DiPietro, dem Skills-Coach im EV Zug und Schweizer Olympia-Helden von 2006. Der Schwede Albelin kümmert sich um die Verteidiger und das Boxplay, DiPietro um die Stürmer und das Powerplay. «Wir trennen die Verteidiger und die Stürmer viel», erklärt Wohlwend. (sda/ars)

U20-WM in Kanada

Vancouver und Victoria. Gruppe A: Kanada, Tschechien, Russland, Schweiz, Dänemark. Mittwoch, 26. Dezember, 22.00: Tschechien – Schweiz.

Schweizer Kader. Torhüter (3): Luca Hollenstein (Zug), Akira Schmid (Omaha Lancers/USHL), Gianluca Zaetta (Zug). – Verteidiger (9): David Aebischer (Gatineau Olympiques/QMJHL), Davyd Barandun (Davos), Tim Berni (ZSC Lions), Gianluca Burger (GCK Lions), Tobias Geisser (Hershey Bears/AHL), Nico Gross (Oshawa Generals/OHL), Simon Le Coultre (Moncton Wildcats/QMJHL), Janis Moser (Biel), Dario Wüthrich (Zug). – Stürmer (15): Yannick Brüschweiler (GCK Lions), Ian Derungs (Kingston Frontenacs/OHL), Nando Eggenberger (Oshawa Generals/OHL), Jeremi Gerber (Bern), Philipp Kurashev (Québec Remparts/QMJHL), Marco Lehmann (Kloten), Sven Leuenberger (Zug), Nicolas Müller (Modo Hockey/SWE), Valentin Nussbaumer (Shawinigan Cataractes/QMJHL), Sandro Schmid (Malmö Redhawks/SWE), Justin Sigrist (GCK Lions), Kyen Sopa (Niagara IceDogs/OHL), Ramon Tanner (Biel), Matthew Verboon (Salmon Arm Silverbacks/BCHL), Luca Wyss (Langenthal).

Bemerkung: Vier Spieler werden noch aus dem Kader gestrichen.

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